Vom zügigen Trinken bei Hofe und von Katzensprüngen zu Seezungen. Süffige Fakten aus dem neuen Servus Unser Wein-e-Paper.

1. Wein gesünder als Wasser

In der Antike und im Mittelalter war die Wasserqualität schlecht und die Keimbelastung hoch. Der Genuss alkoholischer Getränke war daher gesundheitlich weniger risikoreich als jener von bakterienbelastetem Brunnenwasser. So wurde Wein zu einem Volksnahrungsmittel, das schon Kinder in verdünnter Form verabreicht bekamen.

2. Heilige Lagen

Aus einer uralten Tradition heraus gehören den Klöstern und Stiften bis heute die besten Lagen des Landes. Die Kirche brauchte den Wein als Opferwein in der Liturgie und natürlich für den täglichen Gebrauch bei Tisch. Orden und Pfarren sicherten sich vielfach durch Weingartenbesitz ihre wirtschaftliche Existenz. In Krems etwa hatten im Laufe der Zeit 54 verschiedene Klöster und Stifte Lesehöfe.

3. Auf einen Satz

Bei höfischen Festmahlen war es üblich, keine Trinkgefäße auf der Tafel stehen zu haben, da diese meist mit anderem Geschirr voll war. Ein Diener brachte das Weinglas auf einem Teller, das Glas musste auf einmal geleert und wieder zurückgestellt werden.

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4. Auf einen Katzensprung

„Dürnsteiner Katzensprung“ war die Bezeichnung für einen kleinen, steilen Weingarten in der Wachau. Berühmt wurde der „Katzensprung“-Veltliner im Mai 1955, als er beim Bankett nach der Unterzeichnung des Österreichischen Staatsvertrags zum Seezungenfilet kredenzt wurde. Schon bei den Verhandlungen in Moskau hatte die österreichische Delegation diesen Wein als Gastgeschenk überreicht.

5. Gehalt in Wein

Komponist Joseph Haydn liebte den Wein. Er besaß in Eisenstadt einen Weingarten oberhalb des Schlosses Esterházy an den Hängen des Leithagebirges. Zusätzlich bekam er einen Teil seines Gehalts als Hofkapellmeister von Fürst Esterházy in Wein ausbezahlt – umgerechnet 1.044 Liter pro Jahr!

6. Der Tag des Weines

Seit dem Mittelalter hat der Johannistag am 27. Dezember besondere Bedeutung. An ihm wurde Wein geweiht und als „Johannissegen“ genossen – zur Abwehr von Gift, für gute Gesundheit und reiche Ernte. Diese Tradition lebt in vielen Weinbauregionen des Burgenlandes weiter: Man verwahrt den Wein des Johannistages, um ihn dem Brautpaar bei der Hochzeit mit einem Milchbrot zu reichen.

7. Tirol als Weinland

Man mag es kaum für möglich halten, aber im 16. und 17. Jahrhundert genoss Wein aus Tirol einen vorzüglichen Ruf. Vor allem der Tiroler Traminer war über das Land hinaus bekannt.

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