Trinken

Sprechen Sie die Weinsprache?

Damit können Sie mitreden: alle Fachausdrücke zum Wein, einfach erklärt.
Ein Glas Rotwein in der Hand. (Bild: Thomas Straub)
Foto: Thomas Straub
Foto: Thomas Straub

ABGANG, der: letzter Geschmackseindruckeines Weins, auch Nachgeschmack.

AUSBAU, der: Verarbeitung und Lagerungdes Weins im Keller des Weinguts nachvollendeter Gärung.

AUTOCHTHONE REBSORTE: einheimische,vorwiegend regional verbreitete Rebsorte.

Weintrauben (Bild: Katharina Würdinger)
Foto: Katharina Würdinger
Weintrauben (Bild: Katharina Würdinger)

BARRIQUE, das: kleines Eichenholzfass mit225 Liter Fassungsvermögen. Im Barriqueausgebaute Weine erkennt man oft anihren röstigen Noten sowie Aromen vonVanille.

BEGRÜNUNG, die: Aussaat von Grün­ pflanzen zwischen den Rebzeilen, um den Boden natürlich zu düngen, die Viel­falt von Pflanzen und Insekten zu fördern und Bodenabtragung zu verhindern.

BIODYNAMISCHER WEINBAU, der: Sonderform des Bio­Weinbaus, die sich an den Richtlinien des Anthroposophen Rudolf Steiner orientiert. Wie beim organisch­ biologischen Weinbau sind chemisch­ synthetische Spritzmittel und Kunstdünger verboten. Neben Maßnahmen wie der Verwendung organischer Düngung und natürlicher Pflanzenschutzmittel werden auch spezielle biodynamische Präparate eingesetzt. Kupfer und Schwefel gegen Pilzerkrankungen sind in geringen Mengen erlaubt. Auch der Ausbau im Keller unter­ liegt bestimmten Vorschriften.

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Foto: Pexels
Guter Wein schmeckt erst aus einem richtig dünnwandigen Glas grandios. Damit dieses heil bleibt, sollte man es nicht kopfüber lagern.

BIOLOGISCHER WEINBAU, der: auch organisch–biologischer Weinbau. Natür­licher Weinbau mit dem Ziel, die Umwelt zu schützen sowie die Bodenfruchtbar­keit aufzubauen, den Rebstock natürlich gesund zu erhalten und die Artenvielfalt zu unterstützen. Chemisch­ synthetische Spritzmittel und Kunstdünger sind ver­boten. Stattdessen verwendet man orga­nische Düngung und natürliche Pflanzen­schutzmittel. Kupfer und Schwefel gegen Pilzerkrankungen sind in geringen Mengen erlaubt. Auch die Vinifikation im Keller unterliegt bestimmten Regeln.

BUKETT, BOUQUET, das: Duft des Weins. CUVÉE, die: Verschnitt verschiedener, ge­trennt ausgebauter Weine vor der Fla­schenfüllung (wahlweise aus verschiede­nen Rebsorten, Lagen oder Jahrgängen).

DEKANTIEREN, das: Kräftige, verschlossene oder zu junge Weine werden vor dem Servieren aus der Flasche in eine Karaffe umgegossen – die Zufuhr von Luft be­schleunigt ihre Entwicklung quasi im Zeit­ raffer und macht sie zugänglicher.

FERMENTATION, die / GÄRUNG, die: DerZucker im Traubenmost verwandelt sichin Alkohol und Kohlendioxid (CO2); dabeientsteht Wärme, die wie das Kohlensäure­gas abgeführt werden muss.

GERBSTOFF, der: Inhaltsstoff von Schalen, Stielen und Kernen der Traube, der vor allem beim Rotwein ausgeprägt ist und den Geschmack prägt. Unreife Gerbstoffe er­zeugen ein pelziges Gefühl auf der Zunge.

HEFE, die: Hefen (Saccharomyces cerevisiae) setzen die alkoholische Gärung in Gang. Man unterscheidet eine spontane Gärung mit natürlichen Hefen, auch Spontan­gärung genannt, die von allein passiert, und eine Gärung mit zugesetzten Hefen (Reinzuchthefen), die kontrolliert erfolgt.

KORKGESCHMACK, der: Weinfehler, der sich in modrig­muffigem Geruch und Ge­schmack zeigt. Auslöser ist die Substanz Trichloranisol (TCA) im Kork.

MAISCHE, die: Masse aus Fruchtfleisch,Schalen, Kernen und Saft, die nach demQuetschen der Trauben entsteht.

MAISCHEGÄRUNG, die: Bei der Rotwein­ herstellung werden die Trauben für eine gewisse Zeit gemeinsam mit der Maische vergoren. Dabei kommt es zur Auslaugung von Farb-­ und Gerbstoffen. Heute auch eine wiederentdeckte Methode zur Weiß­weinherstellung, die Geschmack, Struktur und Farbe des Weins beeinflusst.

MAZERATION, die: Der Most bleibt wäh­rend der Maischegärung in Kontakt mit den Beerenschalen (eventuell auch mit Stielen und Kernen) – das führt zu einer besseren Auslaugung von Farb­ und Gerb­stoffen (siehe ➛ Maischegärung).

MINERALIK, MINERALITÄT, die: Ge­ schmackskomponente im Wein, hervor­gerufen durch Mineralien im Boden. So spiegeln sich Bodentypen wie Kalkstein, Schiefer oder Urgestein im Wein wider.

NASE, die: Geruch des Weins.

NATURHEFE, die: Natürliche Hefen ausdem Weingarten – sie setzen die Gärungin Gang. Werden keine künstlichenReinzuchthefen zugesetzt, spricht manvon Spontangärung (siehe ➛ Gärung).

ÖNOLOGIE, die: Lehre und Wissenschaftvom Wein und dessen Herstellung.

OXIDATION, die: Reaktion von Most­ oder Weininhaltsstoffen mit Sauerstoff. Geruchliche und geschmackliche Beein­trächtigung durch zu viel Luftkontakt. Es entsteht ein sherryartiger Ton, der auch bei überreifen Weinen oder bei Flaschen mit undichtem Korken vorkommt.

PESTIZIDE, die: Überbegriff für alle che­mischen Schädlingsbekämpfungs­ und Pflanzenschutzmittel.

REINZUCHTHEFE, die: zugesetzte Trocken­hefe, um einen kontrollierten Gärverlauf zu gewährleisten.

RESTSÜSSE, die: nicht zu Alkohol ver­gorener Zucker des Mosts – nach einer natürlichen oder absichtlich herbeigeführ­ten Beendigung der Gärung. Der Rest­zuckergehalt muss bei österreichischen Weinen am Etikett angegeben werden.

SPONTANGÄRUNG, die: Gärung ohnezugesetzte Reinzuchthefen, nur mitnatürlichen Hefen – der Vorgang passiertvon selbst.

TANNINE, die: siehe ➛ Gerbstoffe.Gerbstoffe in der Traube.

TERROIR, das: französischer Begriff für die Herkunft und das Umfeld des Weins, die seinen Charakter prägen (Lage, Boden, Klima, aber auch die persönliche Stilistik des Winzers).

VINIFIKATION, die: Ausbau des Weins.

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