Die Wirkstoffe der Arnika entfalten sich in Salben, Tinkturen und Globuli und helfen unter anderem bei Prellungen und Zerrungen.

Servus-Expertin Karin Buchart

Karin Buchart erklĂ€rt Monat fĂŒr Monat in Servus Stadt & Land die HeilkrĂ€fte der Natur und teilt auf servus.com regelmĂ€ĂŸig ihr Expertenwissen rund um ErnĂ€hrung, KrĂ€uter und Heilpflanzen. Hier geht es zu ihrem Buch: Die Naturapotheke

  • Arnika hilft bei: BlutergĂŒssen, Prellungen, Zerrungen, Verstauchungen
  • Wirkung: schmerzstillend, krampflösend, harntreibend, entzĂŒndungshemmend
  • Heilanwendung: Tinktur, Salbe, Globuli
  • Innerliche Anwendung: Von einer innerlichen Anwendung der Arnika-Tinktur wird abgeraten. In der Homöopathie gibt man Arnica C30 sofort nach einem Unfall, da es auch bei GehirnerschĂŒtterung und SchockzustĂ€nden hilft (sofort fĂŒnf Globuli unter der Zunge zergehen lassen, nach einer Stunde wiederholen und am nĂ€chsten Tag noch einmal fĂŒnf Globuli). Zum Ausheilen verwendet man Arnica D6: Einfach dreimal fĂŒnf Globuli pro Tag ca. zwei bis drei Wochen lang einnehmen.
  • Äußerliche Anwendung: Als Tinktur bei BlutergĂŒssen, Prellungen, Zerrungen oder Verstauchungen. Keine Arnika-Tinktur auf offene Wunden geben! Immer 1:1 mit Wasser verdĂŒnnen und diese als Umschlag auf die verletzte Stelle geben. Bei der Anwendung ist auf eine mögliche Arnika-Allergie zu achten, diese kommt mitunter recht hĂ€ufig vor.

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08. Sep
  • Inhaltsstoffe und Wirkung: Als Heilmittel werden in der Phytotherapie vor allem die BlĂŒten der Arnika verwendet. Die enthaltenen Bitterstoffe wie Sesquiterpenlactone verfĂŒgen ĂŒber eine entzĂŒndungshemmende und antiseptische Wirkung. Des Weiteren ist Ă€therisches Öl mit Thymol enthalten sowie Flavonoide und PhenolcarbonsĂ€uren.
  • Botanische Merkmale: Die Arnika – auch Arnica montana genannt – ist eine aromatisch duftende, ausdauernde Pflanze, die zur Familie der KorbblĂŒtengewĂ€chse gehört. Aus einer flachen Blattrosette wĂ€chst ein meist unverzweigter, bis zu 50 cm hoher StĂ€ngel, der etwas zerrupft aussehende, aber wunderschöne gelborange BlĂŒten trĂ€gt. Die Arnika ist kalkmeidend und wĂ€chst vor allem auf mageren, sauren Bergwiesen in Höhen von bis zu 2500 m. Leider ist die Arnika durch die ÜberdĂŒngung solcher Wiesen, intensive GrĂŒnlandnutzung und auch durch zu intensives Sammeln in ihrem Bestand sehr gefĂ€hrdet und steht daher streng unter Naturschutz. Zum GlĂŒck ist es gelungen, eine Sorte zu entwickeln, die fĂŒr Feldanbau geeignet ist, sodass die Wildvorkommen geschont werden können.
  • Geschichte: Wolfesgelegena nannte Hildegard von Bingen die Arnika, die aber eigentlich immer eine Pflanze der Volksmedizin war. Wolfsgele nannte man sie deshalb, weil ihre gelben BlĂŒten wie gelbe Wolfsaugen aussehen, aus denen die Bergsonne blitzt. Daraus wurde Wolferlei und schließlich Wohlverleih. Arnika galt schlechthin als Allheilmittel, das gegen HerzschwĂ€che, Gicht, rheumatische Erkrankungen und vor allem Verletzungen eingesetzt wurde. Sie zĂ€hlte aber auch zu den SonnwendkrĂ€utern, durch ihre Zauberkraft sollte sie als Donnerwurz Haus, Hof und die Äcker vor Blitz- und Hagelschlag schĂŒtzen

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