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25 Stunden


Der Drogenhändler Monty hätte die Chance, seiner Haftstrafe zu entfliehen. Dann könnte er sich auch an seinem Verräter rächen. Ob das gelingt?


Monty (Edward Norton) ist unentschlossen, ob er die siebenjährige Haftstrafe antreten soll. Über Jahre blieb der New Yorker Drogenhändler ungeschoren, bis die Polizei schließlich in seiner Wohnung eine große Menge Rauschgift entdeckte. Am Tag vor seiner Inhaftierung holt Monty sich deshalb noch einmal Ratschläge bei Verwandten und Freunden. Sein Vater und sein Auftraggeber möchten, dass er sich der Strafe entzieht. Sie würden Monty auch helfen, herauszufinden, wer ihn an die Polizei verraten hat. Doch das würde bedeuten, weiterhin im Drogengeschäft tätig zu sein. Montys engste Freunde, der Lehrer Jacob (Philip Seymour Hoffman) und der Börsenmakler Frank, neigen eher dazu, dass er seine Strafe absitzt. Als Monty am Morgen des Haftantritts mit seinem Vater in Richtung Gefängnis fährt, muss er eine Entscheidung treffen. Nicht nur für die nächsten sieben Jahre, sondern für den Rest seines Lebens.

„25 Stunden“ von Kult-Regisseur Spike Lee hat streng genommen zwei Protagonisten. Zum einen den introvertierten Drogendealer Monty, hervorragend gespielt von Edward Norton, den eine Stunde Autofahrt (die im Titel erwähnte „25. Stunde“) vom Gefängnis und seinem zukünftigen Schicksal trennen. Andererseits ist es die Stadt New York mit ihren Einwohnern, die dem intensiven Filmdrama eine zwischen Resignation und Hoffnung schwankende Atmosphäre verleiht. Spike Lee hat bewusst die Handlung unmittelbar nach 9/11 angesiedelt, dem Terroranschlag vom 11. September 2001. Das Skript stammt von David Benioff, der später mit seinen Drehbüchern zur „Game of Thrones“-Serie für Furore sorgen wird. Philip Seymour Hoffman verkörpert bravourös Montys besten Freund, den Lehrer Jacob. (OT: 25th Hour)
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