7 goldene Regeln: Richtig gießen


Pflanzen brauchen Wasser. Doch es kommt auf den richtigen Zeitpunkt und die ideale Menge an, um sie optimal zu versorgen.

7 goldene Regeln: Richtig gießen Wichtigste Regel beim Gießen: lieber seltener, dafür aber durchdringend.

1. In den Morgenstunden gießen

In Hitzeperioden wird am besten frühmorgens gegossen. Danach sind die Pflanzen gut versorgt und für die hohen Mittagstemperaturen gerüstet. Die Blätter können dann rasch abtrocknen, die Gefahr von Pilzerkrankungen ist gering. Wer in der Früh keine Zeit hat, kann auf die Abendstunden ausweichen. Das Laub der Pflanzen darf aber in diesem Fall nicht benetzt werden, da dies den Pilzbefall begünstigt. Leider lockt der feuchte Boden abends auch Schnecken an. Tagsüber besser nicht gießen, da verdunstet der Großteil des Wassers sofort. Außerdem wirken die Wassertropfen auf den Blättern wie ein Brennglas, und die Sonnenstrahlen können große Schäden anrichten.


2. Selten, aber durchdringend wässern

Gezielt und ausreichend gießen ist besser als öfter und in kleinen Mengen. Rasensprenger im ganzen Garten aufzudrehen, womöglich noch tagsüber, verschwendet unnötig Wasser. Die wenigsten Pflanzen brauchen eine tägliche Bewässerung. Die Devise lautet: lieber seltener, dafür aber durchdringend. Es sollten nicht nur die obersten Zentimeter Erde feucht sein, da die Pflanzen sonst nur in der obersten Bodenregion Faserwurzeln zur Wasseraufnahme ausbilden und in der Folge Trockenperioden besonders schlecht vertragen. Wird selten, dafür aber so gegossen, dass das Wasser tief in den Boden eindringt, wachsen die Wurzeln weit nach unten und finden dort auch an trockenen Tagen noch etwas Feuchtigkeit.

3. Verdunstung vermeiden

Mulchen und Harken lautet ein weiteres Geheimnis. In der Natur gibt es keinen unbedeckten Boden. Grasschnitt, Holzhäcksel, Rindenmulch, Kies oder ausgerissene Gründüngungspflanzen schützen die Erdoberfläche und vermindern die Verdunstung. Der positive Nebeneffekt: Es keimt weniger bis gar kein Unkraut. Eine weitere Maßnahme, um mehr Feuchtigkeit im Boden zu halten, ist das regelmäßige Auflockern oder Harken. Dabei wird die Kapillarwirkung unterbrochen, und Wasser aus unteren Schichten gelangt nicht mehr an die Oberfläche.


4. Gute Gartenböden schaffen

Während schweres, lehmiges Erdreich einen raschen Wasserabzug nicht zulässt, rinnt bei sandigen, lockeren Böden wiederum alles durch. Die goldene Mitte bekommt den meisten Pflanzen gut und speichert auch Regen am besten, ohne dabei Staunässe zu verursachen. Was aber tun, wenn der Boden im Garten keine idealen Bedingungen bietet? Schwerer Boden kann mit Sand und Humus gelockert, steinige, sandige Erde wiederum mit Kompost verbessert werden.

Weitere Tipps für eine gesunde Gartenerde können Sie hier nachlesen.


5. Bedürfnisse der Pflanzen kennen

Bäume, Sträucher und Stauden haben ihrer Heimat und Verbreitung entsprechend unterschiedliche Ansprüche. Während die einen Trockenheitsspezialisten sind, oft mit fleischigen, wasserspeichernden Blättern ausgestattet, kann man die anderen regelrecht als Säufer bezeichnen. Sie gedeihen am besten am Teichufer oder in freier Natur im Auwald. Im Garten legt man Beete in voller Sonne für die weniger Durstigen an und pflanzt im Schatten oder im Feuchtbiotop Gewächse mit hohem Wasserbedarf. Der Topfgarten auf Balkon und Terrasse ist wohl die größte Herausforderung. Hier unterstützt eine Tröpfchenbewässerung.


6. Regenwasser sammeln

Das Gießen mit Regenwasser ist für viele Gartenbesitzer eine Selbstverständlichkeit. Einerseits um Trinkwasser zu sparen, andererseits weil von der Sonne erwärmtes, weiches Regenwasser den Pflanzen viel besser bekommt als eiskaltes, kalkhaltiges Leitungs- oder Brunnenwasser. Einen größeren Garten wird man dennoch nur punktuell mit aus der Regentonne gefüllten Gießkannen bewässern können. Es gibt leistbare Regenwasser-Sammelsysteme und Zisternen, mit denen das kostbare Nass in großen Mengen aufgefangen werden kann. Schließt man an die Zisterne eine Pumpe an, kann man auch mit dem Gartenschlauch gießen.


7. Mulden und Rinnen anlegen

Vor allem im Gemüsebeet ist der Wasserbedarf groß. Rund um die besonders durstigen Gewächse können Mulden und Rinnen gegraben werden, die bei Regenfällen das Wasser auffangen und langsam versickern lassen. Ähnlich funktioniert diese Methode: Blumentöpfe aus Ton in unmittelbarer Nähe von Paradeiserpflanzen in der Erde vergraben. Darin wird Wasser aufgefangen und verzögert an die Pflanzen abgegeben.

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