Brauchtümer zu Allerheiligen


Warum man für die Verstorbenen süße Striezel bäckt und welche Brauchtümer sich noch um diesen Tag ranken.

Brauchtümer zu Allerheiligen Zu Allerheiligen trifft man sich am Friedhof und gedenkt dabei den Toten.

Es heißt, in der Nacht zu Allerseelen kehren die Ahnen in unsere Welt zurück. Um ihnen den Aufenthalt auf Erden ein wenig zu versüßen, setzte sich in manchen Gegenden des Alpenraums der Brauch durch, Allerheiligenstriezel auf und neben die Gräber zu legen. Später wurden die Striezel lieber den Armen und Kindern gegeben, auf dass diese im Gegenzug für die Seelen der Ahnen beten mögen. Des weiteren war es in manchen Gegenden lange üblich, Rechen mit den Zähnen nach unten abzulegen und Messer gesichert aufzubewahren – damit sich die Geister der Verstorbenen beim Umhertappen in der Finsternis nicht wehtun. 

Der Ursprung des Allerheiligen-Striezels

Ihre Wurzeln haben diese Bräuche – wie so oft – in vorchristlichen Kulten. Zum Fest „Parentalia“ brachten die Römer ihren Toten kleine Opfergaben wie Kränze, Früchte oder Blumen dar. „Dies verwöhnt schon die Schatten“, dichtete Ovid in seinem Werk „Fasti“ kurz nach Christi Geburt im Versmaß elegischer Distichen. Der Zopf kommt in die verworrene Geschichte, weil sich Frauen in der Antike als Zeichen der Trauer das geflochtene Haar abschnitten. Verknüpft man all diese historischen Zutaten zu einem süßen Germteig, kommt der Allerheiligen-Striezel heraus. Gelang dieser gut, zeigte das Glück und Erfolg fürs nächste Jahr an. Ging der Germ nicht ordentlich auf, standen harte Zeiten bevor. In der Steiermark, so erzählt Peter Rosegger, begannen die Bäuerinnen im 19. Jahrhundert schon ein paar Tage vor Allerheiligen wie wild Striezel zu backen. Hunderte von Broten sollen dabei vorbereitet worden sein. Der große Volksdichter schreibt: Am Vorabend des Allerheiligenfestes nun ziehen die Armen in ganzen Familien scharenweise von Haus zu Haus, von Ort zu Ort und jedes hat seinen Sack oder Korb.

 

Je mehr Striezel-Bettler, desto besser

Die Striezel-Bettler wurden von den Bauern an diesem Tag schon mit größter Freude erwartet, denn je mehr Striezelsammler ans Hoftor klopften, umso gesegneter das kommende Jahr. Jedes Vergelt’s Gott, mit dem sich die Kinder nach dem Aufsagen ihres Sprüchleins für die süße Brotgabe bedankten, sei, so der Glaube, für das Gedeihen des Korns auf dem Felde mehr wert gewesen als jedweder mit Mühe aufgebrachter Dünger. Im oberösterreichischen Innviertel wurden rund um Allerseelen zweierlei Brote in Weckenform gebacken: größere und schmackhaftere aus feinem Mehl für die Patenkinder und Dienstboten, kleinere, gröbere aus dunklerem Mehl für die Bettler. Im Weinviertel wiederum ließ man den Striezel vom Bäcker backen. Ein riesiges Stück Gebäck, um das die Herren der Schöpfung nach dem Kirchgang im Wirtshaus würfelten – Striezelpaschen nennt sich das Spiel, das bis heute in einzelnen Gemeinden mit Feuereifer und Heißhunger gepflegt wird.

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