Capri und die Amalfiküste


Bereits in der Antike war Capri ein vielbesuchter Ort. Doch es gibt trotz Tourismus noch unbekannte Ecken auf der Insel im Golf von Neapel.

 

So manches versteckt sich auf Capri, etwa das Eremitenkloster mit Blick auf den Vesuv. Vittorio Staiano und Carmine Russo müssen um Punkt zwölf Uhr die Glocken läuten. Doch der Weg ins Kloster ist nicht so einfach, ein Sessellift und ein steiler Pfad erwarten die beiden; als Belohnung winkt ein guter Caffè in der Kapelle bei himmlischer Ruhe.
Im Trubel, der unter ihnen herrscht, bringt Michele Balsamo sein Schmuckstück wieder in Schuss. Er ist stolzer Sieger des Vespa-Clubs. Seine Dreiradtransporter Ape mit Gardinen, Musikboxen und romantischem Licht ist zum schönsten der Insel gewählt worden.
Der bekannteste Fleck Capris liegt nicht auf der Insel, sondern unter ihr: La Grotta Azzurra. Bei ruhiger See rudert Roberto in einem winzigen Boot Touristen in die „Blaue Grotte“ und singt bei phänomenaler Akustik, um dann auf ein ordentliches Trinkgeld zu warten. Es herrscht Konkurrenz um die zahlenden Gäste. Schon längst hat sich herumgesprochen, welche Nationalitäten besonders großzügig sind und welche nicht.
Gegenüber von Capri erstreckt sich die Amalfiküste. Legendäre Orte wie Sorrent oder Positano liegen an der Steilküste zwischen Neapel und Salerno. Wer an dieser Panoramastraße bauen will, ruft Giovanni Bottone. Er leitet ein Transportunternehmen mit Maultieren und ist sehr bekannt. Mehrere Baustellen betreut er gleichzeitig, alle sind nur per Treppe zu erreichen. Oft gilt es, über 500 Stufen zu bezwingen. Dann schleppen ausschließlich Giovannis Tiere Ziegel oder Mörtel.
Aber es gibt auch Orte, an die nicht einmal die Lastesel hinkommen. Die kleine Bucht Conca dei Marini erreicht man nur vom Wasser aus. Dort führen die Lauritanos das Restaurant La Tonnarella.
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