Causa Haider: Viele Fragezeichen


Am 11.10. 2018 jährt sich zum 10.Mal der Todestag des Politikers Jörg Haider. Der damalige Kärntner Landeshauptmann stirbt bei einem Verkehrsunfall. Überhöhte Geschwindigkeit und Alkohol, für die Staatsanwaltschaft in Klagenfurt ist der Fall schnell klar. Fremdverschulden ausgeschlossen. Fall abgeschlossen? Nicht für Familie und Freunde, sie und sogar politische Gegner und Kritiker betonen: Der Politiker war äußerst diszipliniert. Er wäre niemals betrunken Auto gefahren.


Am 11. Oktober 2008 raste Jörg Haider mit seinem 241 PS starken VW Phaeton V6 in den Tod. Zehn Jahre nach diesem tragischen Unfall ranken sich weiterhin wilde Spekulationen um den Tod des ehemaligen Kärntner Landeshauptmann. Vor allem, da das Unfall-Wrack weiterhin in Kärnten versteckt wird, wie in der aktuellen Ausgabe des "Kärntner Monats" zu lesen ist. Das BZÖ kaufte damals mit Parteigeldern das Wrack um 40.000 Euro und brachte es an "einen geheimen Ort" im Lavanttal. Besitzer ist der ehemalige FPÖ-Landesrat und Rechtsanwalt Christian Ragger. "Das Auto ist hier im Lavanttal und ich komme für die Kosten der Lagerung auf, bis die Partei entscheidet, was sie damit machen möchte." Den genauen Lagerort will Ragger ebenso wenig verraten, wie sich an Spekulationen über den Unfall-Hergang beteiligen.

"Sollte es neue technische Möglichkeiten geben, die weitere Rückschlüsse auf den Unfallhergang zulassen, dann werden wir weiterschauen." Ganz anders sieht die Causa hingegen Ex-Vizekanzler Herbert Haupt, ein langjähriger Wegbegleiter Haiders. Er glaubt, dass am Auto Manipulationen vorgenommen wurden. "Es wurde manipuliert, da passt nichts zusammen. Selbst der Sachverständige hat erwähnt, dass er nur in einem sehr engen Rahmen ermitteln durfte."

TV-Tipp: Donnerstag, 4. Oktober, 21:15 Uhr: Im Kontext - Die Reportage beleuchtet zehn Jahre nach Jörg Haiders Tod die mysteriösen Umstände und bekommt als erstes TV-Team das Unglücksauto vor die Kamera.

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