Das menschliche Gehirn - Wer bin ich?


Anhand trickreicher Experimente visualisiert der Neurowissenschaftler David Eagleman spannende Erkenntnisse der modernen Hirnforschung.

 

Wie entstehen die Gedanken, Gefühle, Erinnerungen und die Persönlichkeit des Menschen? Philosophen und große Denker haben sich über Jahrhunderte mit der Frage beschäftigt, wie physikalische Vorgänge die Grundlage für mentale Prozesse sein könnten. Im 19. Jahrhundert entstand die Disziplin der Neurowissenschaften und auch auf diesem Gebiet entflammte die Frage nach dem Ursprung des Geistes. Der renommierte Neurowissenschaftler David Eagleman erklärt, dass für die Hirnforschung die Antwort auf solche Fragen in einem tieferen Verständnis des Gehirns liegt.
Dr. Eagleman untersucht etwa die Erinnerung als einen wichtigen Baustein des menschlichen Selbst und zeigt dabei auf, dass Erinnerungen kein wahrheitsgemäßes Protokoll der Vergangenheit darstellen, sondern fehlbar und oft unzuverlässig sind. Dementsprechend sind Erinnerungen eher eine persönliche Mythologie als eine digitale Aufnahme.
Der Prozess der vollständigen Entwicklung des menschlichen Gehirns nimmt lange Zeit in Anspruch, und das Gehirn hört im Erwachsenenalter nicht auf damit, neue Verbindungen zu schaffen. Der Mensch sammelt neue Erfahrungen und erlernt neue Fähigkeiten, indem die Neuronen im Gehirn sich ständig neu verbinden. Diese Entwicklung hört nie auf. Das menschliche Gehirn verändert sich konstant und so tut es auch der Mensch. Von der Geburt bis zum Tod befindet er sich im Prozess der Veränderung.
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