Der Neusiedlersee-Fischer und der Messermacher


Die großen Geschichten hinter den kleinen Dingen.


Mark Weinzetl hat ein Boot und ein kleines Seehaus in Rust am Neusiedlersee. Weil Fischen eine recht einsame Angelegenheit sein kann, sucht er per Inserat Gesellschaft beim Angeln. Für ein kleines Trinkgeld nimmt er auch Anfänger wie David auf seinem Holzboot auf. Von Hobbyfischer Mark lernt David, dass Fische nicht immer Lust zum Anbeißen haben und Geduld die große Tugend des Fischers ist. Und sollte einmal gar nichts mehr helfen, muss halt „angefüttert“ werden. Aber selbst das „Bestechen“ mit Fisch-Futter ist noch kein Garant für einen dicken Fang. Als es am Neusiedlersee Abend geworden ist, üben sich David und Mark noch immer in Geduld.

Hannes Messman hat den perfekten Namen für einen Messermacher. Seine handgefertigten Messer, alles Unikate, verschenkt er via Kleinanzeigen. Allerdings möchte er für den Zeit- und Materialaufwand eine kleine Spende für seine Messer haben. David darf in Hannes‘ Messerwerkstätte mit anpacken. Was beim Holz-Schleifen nach einer leichten Übung aussieht, wird beim Metall-Fräsen zur echten Herausforderung. Hannes erzählt, dass die wahren Meister der Messer-Zunft zehn Jahre brauchen, bis sie ihr Handwerk perfektioniert haben. Schließlich sei auch noch kein Messer-Meister vom Himmel gefallen. Die Messer von Hannes sind so scharf, dass sie spielend Papier zerschneiden. Spätestens jetzt ist klar, dass David keinesfalls ohne ein Messman-Messer heimfahren kann.
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