Die Bucht von Tallinn - Estlands Magnet am Meer


Trotz Weltkulturerbe gibt es noch vieles in und um Tallinn herum, was die Touristen noch nicht entdeckt haben.

 

Nicht nur die estnische Hauptstadt und UNESCO-Weltkulturerbe Tallinn strotzt vor Leben und außergewöhnlichen Bewohnern. Auch außerhalb der Metropole leben Menschen, die zum Teil recht faszinierende Ziele verfolgen: Ants Tamme war kurz Weltrekordhalter im Kiiking. Dieser estnische Nationalsport wird auf Schaukeln praktiziert, ist aber absolut nicht kindgerecht. Ants schaffte einen 360-Grad-Überschlag mit 7,03 Metern Radius. Nur 15 Minuten später wurde er allerdings schon übertrumpft. Doch er trainiert verbissen, will unbedingt zurück ins Guinness-Buch.
Hafenkapitän Kalle Kuss kämpft derweil in seiner Marina mit Nerzen! Auf der Suche nach Nahrung sorgen die aus Pelzfarmen entkommenen Raubtiere auf den schicken Jachten für Stress und Dreck. Mit Lebendfallen unternimmt Kalle Versuche, die nervigen Mardertiere in ein idyllisches Waldstück weit weg von Tallinn umzusiedeln.
Teele Pehk will den Stadtstrand Kalarand vor dem Zugriff bauwütiger Investoren retten. Zu Sowjetzeiten war fast die gesamte Küste Estlands Sperrgebiet, jetzt wollen sich die Esten nicht ein zweites Mal von ihrem Strand durch Privatisierung aussperren lassen. Der Uferabschnitt mag unscheinbar sein, aber Teele und ihren Mitstreitern geht es ums Prinzip!
Auf der Insel Naissaar in der Tallinner Bucht gibt es 28 Kilometer Gleise, die seinerzeit für den Stützpunkt der Roten Armee verlegt wurden. In den letzten 20 Jahren hat Inselbewohner Petka Lehtla die Schienen befahren, mit Touristen in einem selbst gebauten Zug aus Autoteilen und und allerlei Fundstücken. Doch irgendjemand muss ihn bei den Behörden angeschwärzt haben, jedenfalls wurde die Schiene für sein Gefährt gesperrt. Petka lässt nichts unversucht, um wieder ins Geschäft zu kommen.
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