Die Queen


Nach dem Tod von Lady Di erwartet die Öffentlichkeit Worte des Mitgefühls von Queen Elizabeth II. Der Druck auf das Königshaus wächst...


Emotionen und Gefühlsausbrüche scheinen Fremdwörter zu sein für Elizabeth II. (Helen Mirren), die Queen of England. So zumindest präsentiert sich das 73-Jährige britische Staatsoberhaupt in der Öffentlichkeit. Selbst als am 31. August 1997 ihre ehemalige Schwiegertochter Prinzessin Diana bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückt, kommt von der Queen kein Wort der Trauer oder des Mitgefühls. Die königliche Familie befindet sich zu dem Zeitpunkt in ihrer Sommerresidenz in Schottland. Für Großbritannien ist der Verlust von Lady Di nur schwer zu verkraften. Durch ihr sympathisches Auftreten und ihr Wirken für wohltätige Zwecke war Prinzessin Diana in der Bevölkerung äußerst beliebt. Königin Elizabeth II. hat Diana allerdings nie verziehen, dass sie sich von ihrem Sohn Prinz Charles scheiden ließ. Selbst Premierminister Tony Blair (Michael Sheen) kann die Monarchin nicht davon überzeugen, den öffentlichen Trauerfeiern in London beizuwohnen. Als der Druck auf das Königshaus zunimmt, durchlebt die sonst so kühle Queen eine der schwersten Krisen ihres Lebens.

Selten ist der Begriff Star-Kino so zutreffend wie im Falle von Stephen Frears‘ Filmporträt „Die Queen“. Helen Mirren interpretiert Königin Elizabeth II. derart bravourös, dass sie dafür mit einem Oscar ausgezeichnet wurde. Die britische Schauspielerin hatte sich monatelang auf ihre Rolle vorbereitet, und jede Nuance in Mimik und Verhalten der Queen einstudiert. Regisseur Stephen Frears („Victoria & Abdul“) zeichnet seine Hauptfigur trotz aller charakterlichen Schwächen sehr liebevoll, ohne in Klischees zu verfallen. Das Drehbuch stammt von Peter Morgan, einem der renommiertesten Autoren des zeitgenössischen Kinos („Rush“). Michael Sheen verkörpert den britischen Premierminister Tony Blair. (OT: The Queen)
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