Die Wasserspitzmaus - Raubtier im Miniformat


Eine giftige Maus - wo gibt es denn sowas? Aber erstens mal ist die Maus keine Maus, sondern sieht nur so aus - und zweitens ist sie das einzige giftige Säugetier Mitteleuropas! Und sie lebt nicht in abgelegenen Mooren oder einsamen Höhen, sondern mitten unter uns - in den Donauauen zum Beispiel.

 

Weil die Wasserspitzmaus so klein und scheu ist und außerdem einen großen Teil ihrer Zeit unter Wasser verbringt, wissen nur wenige Menschen, dass es sie überhaupt gibt. Als hervorragende Schwimmerin und Taucherin sucht die Wasserspitzmaus Larven und Wasserinsekten, Kleinkrebse, Schnecken und Fische. Das Gift aus einer Drüse im Unterkiefer ist so stark, dass es sogar größere Tiere wie Frösche töten kann. Mit ihren geschickten Pfoten kann die Wasserspitzmaus ihre Beute halten wie ein Eichhörnchen und zum Beispiel auch Wasserschnecken knacken.
Der Film führt in die unbekannte Welt dieses nur 15 Gramm schweren, putzigen Tieres, das auf dem Grund eines Baches genauso zuhause ist wie hoch in den Bäumen oder tief in der Erde. Dort begegnet die Wasserspitzmaus einem Maulwurf - Familienzusammenführung oder ungeliebter Familienbesuch?
Ein weiterer Verwandter ist der Igel, wie Wasserspitzmaus und Maulwurf ist er ein Insektenfresser. Herzig ist er ja, aber voller Parasiten, denn Zecken befallen nicht nur Menschen. Sie haben einen raffinierten Chemorezeptor, der ihnen verrät, wenn sich ein geeignetes Opfer nähert.
Der Winter ist für die kleine Wasserspitzmaus wie eine Polarexpedition. Das Wasser ist eiskalt und an vielen Stellen zugefroren. Wird sie die harten Monate überleben? Im Schnee ist sie für alle Feinde gut zu erkennen. Doch der Hunger siegt...
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