Drei Wikinger greifen nach Gold


Wenn es in Pyeongchang um Olympia-Medaillen geht, wollen Aksel Lund Svindal, Kjetil Jansrud und Henrik Kristoffersen ein gehöriges Wort mitreden.

Drei Wikinger greifen nach Gold Zwei „Elche“ in ihrem Revier: Doppelsieg für Aksel Lund Svindal und Kjetil Jansrud 2017 beim Abfahrts-Klassiker in Gröden – Max Franz (3.) komplettiert das Stockerl.

Norwegen gilt traditionell als Wiege des nordischen Skisports, und produziert in den entsprechenden Disziplinen Weltklasse-Athleten am Fließband. Im Alpinbereich aber suchte man die Nordmänner in den Siegerlisten lange vergeblich. Doch diese Zeiten gehören längst der Vergangenheit an: Heute zählen Aksel Lund Svindal, Kjetil Jansrud und Henrik Kristoffersen bei Großereignissen und im Weltcup zu den absoluten Sieganwärtern und machen den ÖSV-Assen um Marcel Hirscher, Hannes Reichelt & Co. das Leben schwer. Auch bei den in Kürze beginnenden Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang dürfte die Vergabe der Medaillen nur über das Top-Trio aus Norwegen gehen. Hier sind einige spannende Fakten zu den drei Wikingern, die Sie wissen müssen.


1. Aksel Lund Svindal – der Speed-König

Mit einmal Olympia-Gold, fünf WM-Titeln, zwei Siegen im Gesamt-Weltcup sowie 34 Weltcup-Erfolgen ist Aksel Lund Svindal schon jetzt einer der besten Skifahrer aller Zeiten.Mit einmal Olympia-Gold, fünf WM-Titeln, zwei Siegen im Gesamt-Weltcup sowie 34 Weltcup-Erfolgen ist Aksel Lund Svindal schon jetzt einer der besten Skifahrer aller Zeiten.

Aksel Lund Svindal zählt schon jetzt zu den erfolgreichsten Skifahrern aller Zeiten. Geboren und aufgewachsen in Lørenskog nahe Oslo, wurde ihm sein Talent durch seine skibegeisterten Eltern sprichwörtlich in die Wiege gelegt. Seine ersten Bretter bekam der kleine Aksel zum 3. Geburtstag – und weil zudem die Großeltern ein Ferienhaus in einem Wintersportort hatten, konnte er im Familienurlaub schon früh intensiv an seiner Technik feilen.

Nach der Schulzeit und mehreren Jahren in Norwegens Junioren-Nationalteam debütierte Svindal 2001 in Sölden im Weltcup, und ließ zwei Jahre später mit Platz zwei in der Hahnenkamm-Kombination von Kitzbühel erstmals aufhorchen. Bei der WM 2005 in Bormio sicherte er sich mit Silber in der Kombination sein erstes Edelmetall. Mit Top-10-Platzierungen in allen Disziplinen beendete er die Saison 2005/06 auf Platz zwei im Gesamt-Weltcup. Schon im Jahr darauf konnte Svindal die Gesamtwertung dann erstmals für sich entscheiden, und triumphierte bei der WM 2007 in Åre sowohl in der Abfahrt als auch im Riesenslalom.

Zu Beginn der Saison 2007/08 stürzte der Wahl-Innsbrucker bei der Abfahrt in Beaver Creek dann allerdings schwer und fiel durch Klinikaufenthalte und die anschließende Reha monatelang aus. Doch schon 2008/09 kam Svindal mit dem neuerlichen Gewinn des Gesamt-Weltcups sowie Kombinations-Gold und Super-G-Bronze bei der WM 2009 in Val d’Isère stärker zurück als je zuvor. Und bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver krönte er sich im Jahr darauf mit Gold im Super-G, Abfahrts-Silber sowie Riesenslalom-Bronze.

2011 in Garmisch-Partenkirchen holte der Norweger neuerlich den WM-Titel in der Super-Kombination, zwei Jahre später bei den Titelkämpfen in Schladming ließ er Abfahrts-Gold und Bronze im Super-G folgen. Neben den beiden schon erwähnten Triumphen im Gesamt-Weltcup gewann Svindal in seiner Karriere bislang sagenhafte neun kleine Kristallkugeln in den Disziplin-Wertungen (2 x Abfahrt, 5 x Super-G, dazu je 1 x Riesenslalom und Kombination) – und hat damit schon jetzt seinen Platz in den Geschichtsbüchern des alpinen Skisports sicher.


2. Kjetil Jansrud – der einstige Kronprinz

Der Vater brachte ihn einst zum Skisport – inzwischen hat Kjetil Jansrud einen kompletten Satz Olympia-Medaillen in seinem Trophäenschrank.Der Vater brachte ihn einst zum Skisport – inzwischen hat Kjetil Jansrud einen kompletten Satz Olympia-Medaillen in seinem Trophäenschrank.

In seinen ersten Weltcup-Jahren galt er als „Kronprinz“ von Aksel Lund Svindal – inzwischen aber ist Kjetil Jansrud längst selber zum Sieganwärter in den Speed-Disziplinen gereift. Nach knapp eineinhalb Jahrzehnten im Ski-Zirkus kann der Mann, der aus Norwegens viertgrößter Stadt Stavanger stammt, einen prall gefüllten Trophäenschrank sein eigen nennen. Unter anderem ist darin ein kompletter Satz Olympia-Medaillen verwahrt: Gold im Super-G 2014 in Sotchi, Silber im Riesenslalom 2010 in Vancouver sowie Abfahrts-Bronze 2014 noch einmal aus Sotchi.

Den Weg zum alpinen Skisport ebnete Jansrud einst der Vater: Früher in der Ölbranche tätig, gründete Jan Ingvald Jansrud zur Unterstützung seines Sohnes kurzerhand einen eigenen Skiclub. Später zog die Familie dann sogar vom heimischen Stavanger in die Nähe der Hauptstadt Oslo, um dem jungen Kjetil dadurch die Wege zum professionellen Training zu erleichtern.

Nach einer Rückenverletzung im Juniorenalter schien Jansruds Karriere dann aber beendet zu sein, noch ehe sie richtig begonnen hatte. Doch mit viel Ehrgeiz und Willen überstand der Norweger die schmerzhafte Blessur, musste in der Folge aber vom Technik- zum Speed-Spezialisten umschulen. Rückwirkend betrachtet wohl die richtige Entscheidung, auch wenn Jansrud seine einstige Lieblings-Disziplin – den Riesenslalom – noch heute hin und wieder ein wenig vermisst.

Neben Jansruds Olympia-Medaillen kann sich auch die WM- und Weltcup-Bilanz des vollbärtigen Modellathleten mit der blonden Mähne sehen lassen: Bei den Titelkämpfen 2015 in Vail/Beaver Creek holte er Silber in der Kombination, zwei Jahre später in St. Moritz erneut Silber im Super-G. Seine bislang stärkste Saison im Weltcup zeigte der Wikinger 2014/15 mit dem Gewinn der Kristallkugeln in der Abfahrt und im Super-G. Eine weitere Kugel holte Jansrud dann 2016/17 erneut im Super-G. Aus seinen aktuell 20 Weltcup-Siegen ragt sicherlich der Abfahrts-Triumph 2015 auf der legendären Streif in Kitzbühel heraus.


3. Henrik Kristoffersen – der Shooting-Star

Hat bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang Slalom-Gold im Visier: Henrik Kristoffersen, hier beim spektakulären Nightrace 2018 in Schladming.Hat bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang Slalom-Gold im Visier: Henrik Kristoffersen, hier beim spektakulären Nightrace 2018 in Schladming.

Mit einem regelrechten Paukenschlag betrat Henrik Kristoffersen die ganz große Ski-Bühne: Noch keine 20 Jahre alt, gewann er bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotchi Slalom-Bronze – und avancierte damit zum bis dato jüngsten männlichen Gewinner einer olympischen Alpin-Medaille. Kein Wunder, möchte man meinen, denn geboren wurde Kristoffersen in Lørenskog nahe Oslo, wo einst auch Landsmann Aksel Lund Svindal das Licht der Welt erblickte. Und auch in anderer Hinsicht war sein Weg in den alpinen Skisport vorgezeichnet: Kristoffersens Vater Lars fuhr früher selbst Rennen und begann den kleinen Henrik schon mit fünf Jahren zu coachen.

Wenige Wochen vor seinem Olympia-Coup hatte Kristoffersen bereits seinen ersten Weltcup-Sieg eingefahren – vor 45.000 frenetischen Zuschauern beim legendären Nightrace in Schladming, dem Heimspiel von Slalom-Dominator Marcel Hirscher schlechthin. Es folgten zahlreiche Siege und Podiumsplätze in den Technik-Disziplinen, womit der Norweger seinen Nimbus als kommender Superstar und Hirscher-Herausforderer Nummer eins untermauerte.

In der Saison 2015/16 war der Wahl-Salzburger dann nicht mehr zu bremsen: Er gewann sechs der ersten sieben Slalom-Events, darunter die Klassiker in Wengen, Kitzbühel und Schladming. Am Ende bedeutete das Platz eins im Slalom- sowie Rang zwei im Gesamt-Weltcup. Im darauffolgenden Winter stand Kristoffersen erneut bei fünf Slaloms ganz oben auf dem Podest. In der Saison 2017/18 hatte dann zunächst meist Marcel Hirscher die Nase vorn, ehe Kristoffersen ausgerechnet beim Klassiker in Kitzbühel erstmals wieder vom Sieger-Thron lachte.

Er selbst tut alles dafür, um seinen Weg auch in Zukunft so erfolgreich weitergehen zu können wie bisher: Der norwegische Jungstar trinkt keinen Alkohol und geht nicht wie viele Gleichaltrige auf Partys. Stattdessen zählt für Kristoffersen nur, sich stetig weiterzuentwickeln und jeden Tag immer noch ein Stückchen besser zu werden. Denn sein erklärtes Ziel hat er immer vor Augen: Irgendwann einmal den Gesamt-Weltcup zu gewinnen – für ihn das Größte, was ein Skifahrer erreichen kann.


TV-Tipp: Slalom-Star Henrik Kristoffersen und sein Traum von Olympia-Gold – am Montag, 29.01. um 21:15 Uhr in Sport und Talk aus dem Hangar-7 bei ServusTV.

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