Filmdrama: Gefährliche Liebschaften


Der als Frauenheld berühmt-berüchtigte Valmont soll die tugendhafte Madame de Tourvel erobern. Nur ein Spiel?


Gegen Ende des 18. Jahrhunderts vertreibt sich der französische Adel seine Zeit mit allerlei Liebesgeplänkel, Affären und Intrigen. Die wichtigsten Drahtzieher in diesem Spiel um wahre und vorgetäuschte Gefühle sind die verwitwete Marquise de Merteuil (Glenn Close) und der als Frauenheld berühmt-berüchtigte Valmont (John Malkovich). Diesmal soll Valmont die junge und unerfahrene Braut (Uma Thurman) eines ehemaligen Liebhabers der Marquise verführen. Für Valmont ist das zu einfach, er will die für ihre Tugend und strenge Moral bekannte Madame de Tourvel (Michelle Pfeiffer) erobern. Würde er dieses hoch gesetzte Ziel erreichen, wäre die Marquise sogar bereit, eine Liebesnacht mit Valmont zu verbringen. Bei Madame de Tourvel scheinen jedoch die Eroberungskünste Valmonts nicht zu funktionieren, wohl auch deshalb, weil sich der Casanova tatsächlich in sein Opfer verliebt. Und das passt der eifersüchtigen Marquise ganz und gar nicht.

Stephen Frears „Gefährliche Liebschaften“ zeichnet ein schonungsloses Porträt der dekadenten, adeligen Gesellschaft im Frankreich des Rokoko, wo Sex und Erotik einzig als Mittel dazu dienen, Macht auszuspielen und zu definieren. Für sein prächtig ausgestattetes Historien-Drama benutzte Frears als Vorlage das gleichnamige Theaterstück des renommierten Dramaturgen und Drehbuchautors Christopher Hampton („Abbitte“, „Eine dunkle Begierde“). Bis in Nebenrollen hervorragend besetzt (unter anderem mit Michelle Pfeiffer, Uma Thurman und Keenu Reeves), überzeugen vor allem die Leistungen der beiden Protagonisten Glenn Close und John Malkovich. Der Film konnte insgesamt drei Oscars gewinnen: für das beste adaptierte Drehbuch (Christopher Hampton), das beste Szenenbild, und das beste Kostümdesign. (OT: Dangerous Liaisons)
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