Pinzgau

Handbemalte Eier mit Liebesspruch

€ 25,00 (inkl. MwSt.)

Ein besonderes, sehr traditionelles Liebesgeschenk aus dem Pinzgau: zwei ausgeblasene, handbemalte und liebevoll verzierte Hühnereier. Ein Ei behält man, das andere schenkt man dem geliebten Menschen - und hütet sie wie den eigenen Augapfel. Denn sie sind leicht zerbrechlich, genau wie die Liebe!

Größe: ca. 6 cm

 



Handbemalte Eier Liebesspruch
Handbemalte Eier Liebesspruch
Handbemalte Eier Liebesspruch
Handbemalte Eier Liebesspruch
Handbemalte Eier Liebesspruch
Handbemalte Eier Liebesspruch

DAS ROTE EI ALS LIEBESGABE

In der Malerstube von Mariloise Jordan, im verträumten Örtchen Fusch am Fuße des Großglockners, sind wir auf einen herzerwärmenden Brauch gestoßen. Ein Brauch, der in der Biedermeierzeit blühte und über die Jahrhunderte fast in Vergessenheit geriet: das Verschenken eines roten Eies als Liebesgabe. Damals waren rote Eier, neben Liebesbriefen, ein wichtiger Überbringer geheimer Zuneigungsbekenntnisse. So wurden Eier rot gefärbt und mit romantischen Sprüchen und Zeichnungen verziert, um sie später dem oder der Angebeteten zukommen zu lassen. Die Eier waren leicht zerbrechlich und mussten gehütet werden wie der eigene Augapfel. Ebenso wie die Liebe.

ZWEI FÜR EIN PAAR

Ihre ersten Liebeseier sah Mariloise im Museum in Mittersill. Denn dort wurden Exemplare aus der Zeit um 1845 ausgestellt. Nach ihrer Entdeckung im Museum machte sich die Fuscher Künstlerin sofort daran, dieses wunderbare Brauchtum wiederzubeleben. Die historischen Stücke dienten ihr dabei als Vorlage. Zwei Eier ergeben ein Paar, ein Ei für jeden Partner. Auf dem ersten steht geschrieben „Das rote Ei spricht“. Und auf dem zweiten „Lebewohl, vergiss mein nicht.“

ZERBRECHLICHE HANDARBEIT

In 15 Arbeitsschritten fertigt Mariloise Jordan aus Hühnereiern ihre Kunstwerke. Im ersten Schritt werden die Eier aufgebohrt, ausgeblasen und innen ausgewaschen. Dann werden sie geschliffen, damit die Farbe gut hält und anschließend rot gefärbt. Danach wird gekratzt, sorgfältig bemalt und mit ruhiger Hand beschrieben. Wie lange die Künstlerin für jedes Ei braucht, kann sie nicht sagen. Denn Zeitdruck darf es in ihrer Malerwerkstätte nicht geben: „Unter Zeitdruck beginnt man zu hudeln, und das tut der feinen Arbeit der Eiermalerei nicht gut“.