Weststeiermark

Handgeschnitzter Haussegen

€ 299,00 (inkl. MwSt.)

Traditioneller Haussegen aus Zitterpappel- und Haselnussholz, herzförmig, dreidimensional und mit Heiliggeisttaube, vom Haussegen-Experten aus dem weststeirischen Bärnbach mit uralten Buttermessern handgeschnitzt.

Größe: ca. 30 × 20 cm

 



Handgeschnitzter Haussegen
Handgeschnitzter Haussegen
Handgeschnitzter Haussegen
Handgeschnitzter Haussegen
Handgeschnitzter Haussegen
Handgeschnitzter Haussegen

Ein Segen für Daheim

Früher, in einer Rauchstube mit offenem Feuer, konnte man keine Bilder oder Kreuze aufhängen. Zu schade wäre es um sie gewesen, da der Ruß vom Feuer sie eingeschwärzt hätte. Stattdessen schnitzte der Vorknecht ein dreidimensionales Kreuz, das mit feinst gespaltenem Zitterpappelholz verziert wurde. Besonders im der weststeirisch-kärntnerischen Grenzlandschaft hängte man diesen Haussegen anstatt des Kruzifix und der Heiligenbilder im Herrgottswinkel auf. Zu Weihnachten wurde dann der alte verrußte Haussegen gegen einen neuen ausgetauscht und verbrannt. Zwar haben wir heute nicht mehr das bilderschwärzende Problem mit dem Ruß, aber ein Haussegen ist immer noch wunderschön für die Stube daheim.

Da fliegen die Späne

Franz Burgstaller ist ein Meister beim Haussegenschnitzen. Mit scharfem Auge und geschickten Händen schneidet er aus einem Holzscheit auf seiner hundert Jahre altenHoanzlbank feine Stäbchen. 14 cm lang, 1,5 cm breit und 8 mm dünn müssen sie sein und obendrein feucht, weshalb er sie in Wasser einweicht. Das Herz formt der Meister aus Haselnussholz und nagelt es auf das Grundgerüst. Mit den uralten Buttermessern seines Schwiegervaters schneidet er nun die Details wie die Fächer und die Federn der Taube aus dem feuchten Zitterpappelholz. Die Taube besteht aus zwei Teilen, die ineinandergesteckt und mit Leim verklebt werden. Später schwebt sie dann als Symbol für den Heiligen Geist unter dem Tischkreuz.

Der Haussegenschnitzer

Seit mehr als 35 Jahren stellt Franz Burgstaller nun schon Haussegen her, und für ihn ist das Schnitzen keine Arbeit, sondern Entspannung. Erlernt hat er es einst von der Mutter seiner ersten Frau. Als Vorlagen dienten Franz Burgstaller damals einige alte Haussegen und Fotos. Mit Stolz betont er, dass seine Haussegen nun genauso aussehen wie vor hundert Jahren.