Kompakter KAC gewinnt im Volksgarten


Der EC Red Bull Salzburg unterlag dem defensiv hervorragend eingestellten EC-KAC zum Auftakt 2:4. Es war der erste Klagenfurter Erfolg gegen die Bullen seit März 2017.


Den ersten langanhaltenden Applaus gab es noch vor Spielbeginn für Daniel Welser, der für seine elf Jahre bei den Red Bulls geehrt wurde und dessen Nummer 20 feierlich unter die Hallendecke aufgezogen wurde. Der gebürtige Klagenfurter bedankte sich in einer emotionalen Rede.

Dann begann der erwartete Sturmlauf der Red Bulls, der aber auch bei drei Powerplays und mindestens doppelt so vielen Chancen nur einen Treffer – Raymonds Weitschuss wurde abgefälscht – brachte. Effizienz zeigte der KAC: Zwei Mal Überzahl, zwei Mal Weitschusstreffer von Comrie, die beide haltbar schienen. Da machte Salzburgs Neuzugang Michalek keine glückliche Figur.

Zu Beginn des zweiten Drittels brauchte Salzburg im Powerplay nur 24 Sekunden, ehe Herburger auf 2:2 stellte. Doch das beflügelte den KAC, nicht die Heimischen. Ein Doppelschlag von Wahl (nach Scheibenverlust von Viveiros an der blauen Linie) und Stefan Geier, der bei einem Abpraller (Schumnig-Schuss) von der Bande allein genau richtig stand, brachte den KAC innerhalb von 2:24 Minuten komfortabel in Führung. Auch im Rest des Abschnitts hatten die Rotjacken die besseren Chancen.
Im Schlussdrittel wiederholten sich für Salzburg die letzten Finalspiele der letzten Saison: Anrennen gegen eine defensiv perfekt eingestellten Gegner ohne ein Mittel zum Erfolg. Der KAC stand tief, die Red Bulls verzettelten sich immer mehr in Einzelaktionen und blieben damit meist noch vor einem Torschuss hängen – und wenn dieser gelang, wurde er geblockt. Somit hatte Haugen nur wenig Arbeit. Salzburg wirkte zerfahren und ratlos, der KAC spielte den verdienten Sieg trocken herunter.
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