Pinguin-Nachwuchs in Schönbrunn


Bei den Felsenpinguinen sind neun Küken geschlüpft, sechs davon sind nun in der „Kinderstube“ im Polarium zu beobachten.

 

Sie sind flauschige, schwarz-weiße Federknäuel und ab sofort für die Besucher zu sehen: Bei den Felsenpinguinen sind seit Mitte April neun Küken geschlüpft. Sechs davon sind nun in der „Kinderstube“ im Polarium zu beobachten, die drei Kleinsten werden noch hinter den Kulissen umsorgt. In keinem anderen Zoo weltweit ist die Nachzucht dieser bedrohten Tierart so erfolgreich. „Der Nördliche Felsenpinguin brütet auf der Inselgruppe um Tristan da Cunha im südlichen Atlantik. Durch Überfischung fehlt ihm zunehmend die Nahrung. Die Zucht in Zoos ist von großer Bedeutung.

Dank der jahrelangen Erfahrung unserer Tierpfleger werden bei uns auch Küken groß, die schwächer sind oder deren Eltern noch unerfahren sind“, erklärt Anton Weissenbacher, Zoologischer Abteilungsleiter im Tiergarten Schönbrunn. Die Küken werden von ihren Eltern großgezogen bis sie das Nest verlassen möchten. Dann übernimmt das Pflegerteam ihre Versorgung. Drei Mal am Tag werden die Küken mit Fisch gefüttert. Mittels Abwägen wird die Gewichtszunahme kontrolliert. Noch tragen die kleinen Pinguine ein Dunenkleid, das nicht wasserabweisend ist.

Deshalb bewohnen sie einen Bereich ohne Zugang zum Wasserbecken. Erst wenn sie die erste Mauser hinter sich haben, unternehmen sie ihre ersten Schwimmversuche. Tiergartendirektorin Dagmar Schratter: „Mit 40 erwachsenen Tieren lebt bei uns in Schönbrunn die größte Felsenpinguin-Gruppe Europas. Der Tiergarten führt auch das Europäische Erhaltungszuchtprogramm und koordiniert die Erhaltungszucht dieser Pinguinart mit den auffällig gelben Federbüscheln am Kopf.“
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