Servus-Kochschule: Dreikönigskuchen


Schritt-für-Schritt-Video: Dreikönigskuchen mit eingebackener Bohne.


Er schmeckt herrlich, duftet köstlich – und nicht zuletzt verbreitet der Dreikönigskuchen gesellige Stimmung im ganzen Haus. Das traditionelle Backwerk wird am 6. Jänner, dem Festtag der Heiligen Drei Könige, gebacken und beherbergt in seinem Inneren eine getrocknete Bohne. Wird das süße Brot vernascht, wird der Finder der versteckten Hülsenfrucht zum König oder zur Königin der Familie. Für einen ganzen Tag kann das gekrönte Haupt als „Bohnenkönig“ über seine Familienmitglieder bestimmen.

Eine lange Tradition

Lange bevor der 6. Jänner als christlicher Festtag gefeiert wurde, hatte er in verschiedenen Kulturen und Ländern eine besondere Bedeutung. Dieser Tag symbolisiert den Beginn des neuen Jahres und in südlichen Breiten den Beginn der Aussaat. Schon die Römer zelebrierten eine einwöchige Feier zu Ehren Saturns, des Gottes des Ackerbaus. Bei einem großen Festschmaus wurde dann um eine befristete Königswürde gewürfelt. Auch das einfache Volk soll sich damals am Spiel um die Regentschaft beteiligt haben, und selbst der Kaiser unterwarf sich dem erkorenen König für die wenigen Tage seines Amtes.

Weit über die Landesgrenzen verbreitet

In einigen Ländern Europas war es außerdem Tradition, zu dieser Zeit ein Brot zu backen, in dem eine Bohne, Erbse, Mandel oder Münze versteckt war, die dem Finder Glück bringen sollte. Erst viel später brachte die katholische Kirche den alten Brauch mit der Geschichte der drei Weisen aus dem Morgenland zusammen. Der Dreikönigskuchen wird aus süßem Germteig hergestellt, der blütenartig zu einer größeren und sieben kleinen Kugeln geformt und mit Mandeln bestreut wird. Vor dem Backen wird die Bohne in einem der kleinen Kuchenteile versteckt.

Tipp: Die Krone des späteren Regenten lässt sich einfach aus einem Stück goldener Prägefolie ausschneiden und ziert das köstliche Gebäck bis zur Krönung des glücklichen „Bohnenkönigs“.


ZUTATEN

  • 600 Mehl
  • 30 Germ
  • 250 ml Milch
  • 80 g Zucker
  • 100 g Butter
  • Eier
  • 0,5 TL Salz
  • etwas Schale einer abgeriebenen Zitrone
  • etwas Muskat (gerieben)
  • 70 g Rosinen
  • etwas Rum
  • 50 g Mandeln (gehackt)
  • Ei (zum Bestreichen)
  • große Bohne

ZUBEREITUNG

    1. Einen Teil des Mehls mit Germ, etwas Milch und etwas Zucker zu einem Vorteig rühren und 20 Minuten gehen lassen.
    2. Butter auflösen und mit dem restlichen Mehl, Zucker, Milch, Eiern, Salz, Zitronenschale, Muskat und Rum unter den Vorteig kneten. Noch einmal gehen lassen. 
    3. Dann die Rosninen und Mandeln untermischen. 
    4. Den Teig halbieren. Eine Hälfte zu einer großen Kugel formen. 
    5. Auf ein Blech mit Backpapier setzen. Aus der anderen Hälfte sieben Kugeln formen und in einer die Bohne verstecken. 
    6. Die kleineren Kugeln rund um die große Kugel setzen. 
    7. Mit Ei bestreichen und wieder etwa für 20 Minuten gehen lassen. 
    8. Vor dem Backen ein zweites Mal mit Ei bestreichen und bei 210 °C zehn Minuten backen. 
    9. Auf 180 °C reduzieren und 25 Minuten fertigbacken. Vorsicht: Nciht zu viel Oberhitze - oder den Kuchen mit Backpapier die letzten zehn Minuten abdecken. 

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