Spielfilm: Gosford Park


Ein Mord inmitten des britischen Landadels rückt Gräfinnnen, Schauspieler und Filmproduzenten in ein schlechtes Licht. Aber wer war's?

 

Eine bunte, aber exklusive Gesellschaft hat sich eingefunden in Gosford Park, dem Landsitz von Sir William (Michael Gambon). Unter den Gästen des wohlhabenden Adeligen und seiner jungen Frau Lady Sylvia (Kristin Scott Thomas) befinden sich Grafen und Gräfinnen, aber auch Schauspieler und Filmproduzenten. Sie alle haben vor allem ein finanzielles Interesse, um sich bei Sir William einzuschmeicheln. Doch die Stimmung ist gespannt, denn unter der freundlichen Oberfläche verbergen sich Neid und Missgunst, Betrug und Intrige. Auch die Dienerschaft ist davon betroffen. Zwar herrscht die resolute Mrs. Wilson (Helen Mirren) mit eiserner Hand über die Bediensteten, aber sie kennt viele der Affären, heimlichen Abtreibungen und Ehekräche, in denen sowohl die obere als auch die untere Gesellschaftsschicht verwickelt sind. Eines Abends wird Sir William erstochen aufgefunden. Für den herbeigerufenen Inspektor Thompson (Stephen Fry) ist im Prinzip jeder der Anwesenden verdächtig. Unter strenger Beobachtung steht jedoch der Diener Robert (Clive Owen), der ein besonderes Geheimnis zu verbergen scheint.

Ein grausames Sittengemälde des britischen Landadels der 1930er-Jahre hat Robert Altman mit seinem Film „Gosford Park“ entworfen. Obwohl als klassischer Kriminalfilm angelegt, geht es dem Regisseur weniger um die Auflösung des Mordfalls, als vielmehr um das Porträt einer Epoche und einer Gesellschaft, die im Wandel begriffen sind. Stolz und Klassenbewusstsein sind passé, und wurden ersetzt mit Egoismus, Hass und Karrieresucht. Wie so oft hat Altman mit einem erweiterten Schauspieler-Ensemble gedreht, dem er bei der Inszenierung große Freiräume gestattete. Fast die gesamte britische Schauspielelite hat an dem Film mitgewirkt, darunter Helen Mirren, Michael Gambon, und Clive Owen.
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