Spielfilm: Hundstage


Al Pacino als verzweifelter Bankräuber mit dem Rücken zur Wand. Thriller-Klassiker von Regie-Legende Sidney Lumet.


Schnell wird dem Direktor und den Angestellten klar, dass keine professionellen Gangster ihre Bank in Brooklyn überfallen haben. Der Vietnamveteran Sonny (Al Pacino) und sein Komplize Sal machen zu viele Fehler, damit ihr Coup reibungslos über die Bühne gehen könnte. Schon bald ist die Polizei alarmiert, und wenig später das Bankgebäude umzingelt. Sonny beschließt, das Personal als Geiseln zu nehmen, und stellt erste Bedingungen für ihre Freilassung. Er will mit Sal per Flugzeug nach Algerien ausreisen, außerdem fordert er ein Telefongespräch mit seiner Geliebten Leon, einem männlichen Transsexuellen. Sonny möchte Leon mit dem erbeuteten Geld eine operative Geschlechtsumwandlung ermöglichen. Durch die Berichterstattung der Medien vor Ort erfährt die ganze Nation von Sonny und seiner Verzweiflungstat. Auch die Geiseln in der Bank und die Zuschauermenge davor empfinden zunehmend Mitgefühl mit den Gelegenheitsverbrechern. Die Polizeibeamten spüren, dass die Sympathien auf die Seite der Bankräuber wechseln, und planen den tödlichen Gegenschlag.

Das tragische Schicksal Sonnys, des Gangsters aus edlen Motiven, eines Verzweifelten, der mehr und mehr die Ausweglosigkeit seiner Tat begreift, beruht auf einer wahren Begebenheit. Im August 1972 überfiel ein 27-Jähriger Ex-Vietnamsoldat mit seinem 18-Jährigen Komplizen tatsächlich eine Bank in Brooklyn und wurde kurzzeitig zum Medienstar. Regie-Legende Sidney Lumet und sein mit dem Oscar ausgezeichneter Drehbuchautor Frank Pierson haben die damaligen Ereignisse in ihrem Geiseldrama „Hundstage“ weitgehend realitätsnah rekonstruiert. Der atemberaubend spannende Thriller gilt als Klassiker seines Genres, nicht zuletzt wegen der brillanten Darstellung Al Pacinos als Sonny. (OT: Dog Day Afternoon)
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