Spielfilm: Last Man Standing (Thriller, USA 1996)


Ungewöhnliche Mischung aus Gangsterfilm, Neo-Western und Thriller: Kultstreifen von Walter Hill mit Bruce Willis und Christopher Walken.


Smith (Bruce Willis) hat Ärger am Hals. Weil er mit einer hübschen Mexikanerin flirtet, wird sein Auto zu Schrott geschlagen. Dabei ist er gerade erst in Jericho angekommen, einer kleinen Stadt an der Grenze zu Mexiko. Dort bekriegen sich Italoamerikaner und Iren, die während der Prohibition mit ihren Banden Alkohol schmuggeln. Der korrupte Sheriff Galt (Bruce Dern) schaut dem Treiben nur teilnahmslos zu. Deshalb muss sich Smith auch selbst um seine Angelegenheit kümmern. Er erschießt kurzerhand einen der Übeltäter, womit er sich die Bande des Iren Doyle und seines brutalen Vize Hickey (Christopher Walken) zum Feind macht. Aber statt Smith zu bestrafen, nutzt Doyle die Schießkünste des Fremden für seine Zwecke. Die gleiche Idee hat auch sein direkter Konkurrent, Bandenchef Strozzi, für den Smith ohne Wissen Doyles ebenfalls arbeitet. Geschickt spielt Smith die Banden gegeneinander aus, um mit prall gefüllter Geldtasche möglichst bald wieder zu verschwinden. Doch dann durchschauen Hickey und sein Boss Doyle das Doppelspiel des Revolverhelden.

Action-Spezialist Walter Hill („Driver“, „Nur 48 Stunden“) liefert mit „Last Man Standing“ eine ungewöhnliche Mischung aus Gangsterfilm, Neo-Western und Thriller, wobei der Regisseur sehr detailgetreu die Zeit der Prohibition in den USA Anfang der 1930er-Jahre wieder auferstehen lässt. Als Vorlage diente Akira Kurosawas Samurai-Film „Yojimbo – Der Leibwächter“, der zahlreiche Regisseure des Italowestern sowie des modernen Thrillers maßgeblich beeinflusste. Der zynische Revolverheld Smith wird perfekt von Hollywood-Star Bruce Willis verkörpert, seinen härtesten Gegenspieler Hickey stellt Christopher Walken dar. Den hilflosen Sheriff Galt spielt Bruce Dern. Die stimmungsvolle Filmmusik stammt von Ry Cooder („Paris, Texas“).
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