The Brain - Wer werden wir sein?


Die Doku-Reihe nimmt Einblick in die komplexe Wirkungsweise des Gehirns und seine Auswirkungen auf den Alltag der Menschen.

 

In dieser Episode reist der renommierte Neurowissenschaftler David Eagleman sprichwörtlich in die Zukunft, und hinterfragt, was das menschliche Gehirn als nächstes erwartet und welcher Zukunft die Spezies Mensch entgegensieht. Mutter Natur hat ein Gehirn entstehen lassen, das überragend flexibel ist, sodass der Mensch sich in jeglicher Umgebung zurechtfinden kann, weil das Gehirn ständig neue Verbindungen erschafft. Eagleman verweist aber auch darauf, dass der rasante technologische Fortschritt sich auf einem Crashkurs mit der menschlichen Biologie befindet.
Eine fortschrittliche Erfindung ist das sogenannte Brain-Machine-Interface (Gehirn-Maschine-Schnittstelle) oder kurz BMI, das neue motorische Leistungen erlaubt, während es mit dem Gehirn in Verbindung tritt. Als Beispiel nennt Dr. Eagleman eine querschnittsgelähmte Patientin, die ihren Körper vom Hals an nicht bewegen kann. Elektroden, die an den Motorcortex in ihrem Gehirn angeschlossen sind, nehmen die elektrischen Signale wahr und werden statt zu ihren Rückenmarksnerven zu einem Roboterarm im Raum weitergeleitet. Somit gelingt es der Frau diesen Arm zu steuern und dadurch auch zum ersten Mal alleine Nahrung zu sich zu nehmen. Durch Training kann sie lernen, den Arm unbewusst zu kontrollieren.
Eagleman beschreibt auch Möglichkeiten der Erweiterung der sensorischen Eindrücke, sodass der Mensch dank seines Gehirns mehr von seiner physikalischen Realität wahrnehmen kann, als er es gegenwärtig tut. Während der Mensch momentan nur das sichtbare Spektrum mit den Augen wahrnimmt, könnte er in Zukunft auch das ultraviolette und infrarote Spektrum sehen. Oder er könnte einen vollkommen neuen Sinn entwickeln, wie etwa den Vibrationssinn, an dem Eagleman gerade arbeitet.
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