Traditionshäuser in Familienhand (5/6)


Hinter den Kulissen der österreichischen Hotellerie-Szene. Diesmal: schräge Vögel im Kleinsasserhof im Kärntner Drautal, reine Lebensfreude im Posthotel im Zillertal und herrschaftliches Residieren im Schloss Kapfenstein in der Steiermark.

 

Gaumen-Tempel, Ort der Einkehr und Villa Kuriosa – der Kleinsasserhof im Kärntner Drautal ist ein echtes Unikat. Seit 1735 ist Familie Gasser im Besitz der ehemaligen Landwirtschaft, die sie sukzessive zu einem der schrägsten Gastbetriebe Österreichs ausgebaut hat. Ludwig Gasser hat 2017 den Betrieb von seinen Eltern übernommen, die neue Hausbar – aus 120.000 Kreuzschrauben – ist gleich hitzig debattiert worden.
Seit 2009 führ Christine Binder-Egger das Posthotel in Zell am Ziller. Aufgewachsen ist sie dort, als richtiges Gasthauskind. Und das hat Spuren hinterlassen. Mit der Übernahme ist klar geworden, dass sie es anders machen will, wie ihre Eltern. Gemeinsam mit ihrem Mann Reinhard Binder-Egger, hat sie das Hotel von Grund auf neu geplant und organisiert es heute so, dass neben dem stressigen Hotelbetrieb auch ein Familienleben für die beiden möglich ist.
Das beeindruckende Schloss Kapfenstein in der Steiermark beherbergt, neben Weingut und Ländereien, ein kleines Hotel mit Restaurant. Im Jahre 1918 ist das Schloss in den Besitz von Helene Winkler-Hermaden gekommen, der Großmutter des jetzigen Besitzers Georg Winkler-Hermaden. Zehn Familienmitglieder sind heute im und um das Schloss aktiv in den Betrieb eingebunden. Für die Koordination der Großfamilie ist Georg Winkler-Hermaden zuständig, der schon seine Kindheit im Schloss verbracht hat: „Ich hab’ mich hier schon oft gefürchtet, vor allem wenn es dunkel war.“
Das könnte Sie auch interessieren