Wer wird MotoGP-Weltmeister 2017?


Es ist die Krönung einer unglaublichen MotoGP-Saison: Erst das letzte Rennen des Jahres in Valencia entscheidet, ob Marc Marquez oder Andrea Dovizioso neuer Weltmeister wird.

Wer wird MotoGP-Weltmeister 2017? Haben beide bislang sechs Saisonsiege auf dem Konto: WM-Leader und Titelverteidiger Marc Marquez (Honda, links) und sein Herausforderer Andrea Dovizioso (Ducati).

Schon die bisherige MotoGP-Saison war an Spannung kaum zu überbieten. Nun kommt es am Sonntag beim letzten Rennen des Jahres 2017 zum ultimativen Showdown um den Titel: Marc Marquez oder Andrea Dovizioso – wer krönt sich beim Saisonfinale in Valencia zum neuen Weltmeister? Obwohl Honda-Pilot Marquez mit einem Vorsprung von 21 Punkten ins entscheidende Rennen geht, trauen nicht wenige seinem Ducati-Rivalen Dovizioso eine Überraschung zu. Wir haben jeweils fünf Fakten für Sie parat, die beim Saisonfinale für einen der beiden Kontrahenten sprechen.

Das spricht für Marc Marquez:

  1. Die Ausgangslage
    21 Punkte Vorsprung – mit diesem komfortablen Punkte-Polster kann Marc Marquez in Valencia in die Titel-Entscheidung gehen. Heißt, dem Spanier reicht selbst im Falle eines Sieges von Dovizioso beim Saisonfinale Platz elf zum Titel. Hinzu kommt: Erst drei Mal in der MotoGP-Historie konnte ein Pilot den Rückstand im letzten Rennen noch drehen. Das bislang größte Punkte-Defizit – acht Zähler – wandelte Nicky Hayden 2006 im Duell mit Valentino Rossi noch in den WM-Titel um.
  2. Der Weltmeister-Nimbus
    Trotz seines mit 24 Jahren vergleichsweise jungen Alters kann Marquez schon auf eine extrem erfolgreiche Karriere zurückblicken: Gleich in seiner Auftakt-Saison 2013 wurde er mit 20 Jahren und 266 Tagen jüngster MotoGP-Weltmeister und sorgte so in der Motorrad-Königsklasse für einen echten Paukenschlag. 2014 und 2016 ließ der gebürtige Katalane dann seine Titel Nummer zwei und drei folgen. Als dreimaliger Champion und Titelverteidiger weiß er also nur allzu gut, wie man die Weltmeisterschaft einfährt.
  3. Seine Extra-Klasse
    Selbst dann, wenn es für Marquez und sein Honda-Team am Valencia-Wochenende zunächst nicht nach Plan laufen sollte, ist der Spanier jederzeit in der Lage, am Ende trotzdem ein gutes Ergebnis zu erzielen. Zuletzt bewies er das im Regen von Malaysia: Zwar konnte Marquez im Verlauf des Rennens die Pace des späteren Siegers Dovizioso nicht mitgehen, dennoch belegte er am Ende Rang vier – und hielt dadurch die verlorenen Punkte im WM-Duell gegen seinen italienischen Rivalen deutlich in Grenzen.
  4. Die Wetter-Prognose
    Die Meteorologen sagen für den Renn-Sonntag in Valencia Bedingungen voraus, die Marquez perfekt in die Karten spielen: Die Temperaturen sollen um die 21 Grad liegen, und mit Regen oder auch nur Wolken wird wohl nicht zu rechnen sein. Ergo dürfte das Saisonfinale unter trockenen Bedingungen stattfinden. Vorteil Marquez, denn bei Regen hatte sich sein WM-Rivale Dovizioso zuletzt immer wieder bärenstark präsentiert – so auch bei den beiden letzten Siegen des Italieners in Japan und Malaysia.
  5. Die Heim-Atmosphäre
    Die Aussicht, seinen vierten MotoGP-Titel ausgerechnet in Valencia und damit auf heimischem Boden einzufahren, dürfte Marquez noch zusätzlich beflügeln. Und es bedarf nicht allzu viel Fantasie um sich vorzustellen, welches Feuerwerk die heißblütigen spanischen Motorrad-Fans im Falle einer erfolgreichen Titelverteidigung von „El Niño“ abbrennen werden. Hinzu kommt: Der Kurs in Valencia ist kein Ducati-Land, denn erst zwei Mal konnte ein italienischer Hersteller auf dem Circuit Ricardo Tormo gewinnen. Dovizioso fuhr dort überhaupt erst einmal – in der Saison 2011 – aufs Podium.

Das spricht für Andrea Dovizioso:

  1. Er kann nur gewinnen
    Trotz der bevorstehenden WM-Entscheidung sieht sich Andrea Dovizioso im Hinblick auf das Rennen in Valencia nicht groß unter Zugzwang. „Ich spüre keinen Druck, weil ich schon jetzt glücklich bin über die Saison“, wurde der Ducati-Star am Rande des letzten Rennens in Malaysia zitiert, das er gewann. Denn selbst, wenn es in Valencia nichts mit dem erhofften WM-Triumph werden sollte, können Dovizioso und seine „Roten“ mit Platz zwei und bislang sechs Saisonsiegen auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Und davon, dass nach zehn Jahren wieder eine Ducati – und dann noch mit einem italienischen Piloten – um den Titel kämpft, hätten nach den vergleichsweise enttäuschenden Ergebnissen der letzten Jahre wohl nur die größten Optimisten im Ducati-Lager geträumt.
  2. Er muss nicht taktieren
    Doviziosos Plan für das Saisonfinale in Valencia ist simpel: Gewinnen – nichts anderes zählt für den Ducati-Star. Und am Ende schauen, was dabei herauskommt, respektive welches Ergebnis Marquez einfährt. Der wiederum hat im Gegensatz zu „Dovi“ trotz seiner 21 Punkte Vorsprung eine ungleich schwerere Aufgabe vor sich: „Nicht zu viel riskieren, nicht zu viel taktieren“, lautet Marquez‘ Devise. Dabei gilt der Spanier überhaupt nicht als Taktiker, sondern vielmehr als extrem risikofreudig. Kaum vorstellbar also, dass er vor seinem Heimpublikum auf Platz zehn über die Ziellinie „cruist“, nur um den Titel einzufahren. Und: Eine einzige unbedachte Aktion oder kurze Unaufmerksamkeit von Marquez könnte einen Sturz und damit das Ende seiner WM-Träume bedeuten.
  3. Seine mentale Stärke
    In diesem Jahr zeichnet Dovizioso besonders seine neu gewonnene mentale Stärke aus. Eindrucksvoll belegen konnte der Italiener das im August beim Österreich-Grand-Prix in Spielberg, als er in der entscheidenden Rennphase im Duell gegen Marquez die Nerven behielt – und am Ende seinen zwischenzeitlich dritten Saisonsieg einfuhr. Knapp zwei Monate später in Japan schlug er seinen WM-Rivalen dann in einem weiteren denkwürdigen Rennen erneut, als der 31-Jährige den Spanier – ähnlich wie zuvor am Red Bull Ring – in einem packenden Rad-an-Rad-Duell noch in der letzten Kurve düpierte.
  4. Sein „Edelhelfer“
    Obwohl Doviziosos Teamkollege Jorge Lorenzo in Valencia vor heimischer Kulisse fährt, kann „Dovi“ beim Saisonfinale auf Schützenhilfe des Spaniers zählen. Zuletzt am Rande des Rennens in Sepang darauf angesprochen, fiel die Antwort von Lorenzo, selbst dreimaliger MotoGP-Champion, eindeutig aus: „Es wird schwierig sein, etwas ausrichten zu können – die Situation gestaltet sich für Marc viel einfacher als für Dovi", so der Spanier. „Aber wenn ich in Führung liege, werde ich die Boxentafel und die Anzeige checken, weil ich die Wichtigkeit der Weltmeisterschaft verstehe.
  5. Seine Extra-Motivation
    Um zum Top-Piloten und WM-Anwärter zu avancieren, musste Dovizioso über viele Jahre hart arbeiten. Das Bewusstsein, aktuell genau dort angekommen zu sein und seinen ersten MotoGP-Titel vor Augen zu haben, dürfte ihn also noch zusätzlich beflügeln – zumal er schon jetzt auf sein bislang stärkstes MotoGP-Jahr zurückblicken kann. Hinzu kommt: In Italien ist die Titel-Mission der „Roten“ nicht weniger als eine nationale Angelegenheit. Sollte „Dovi“ am Ende also tatsächlich triumphieren, werden ihn seine – im positiven Sinne – motorsport-verrückten Landsleute wohl wie einen Volkshelden empfangen...
  6. TV-Tipp: Das alles entscheidende Saisonfinale der MotoGP in Valencia am Samstag ab 14:00 und Sonntag ab 10:40 Uhr live bei ServusTV.

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