kulTOUR mit Holender: Sibiu - Mittelalter atmet Festival


Ioan Holender besucht eine der besterhaltenen mittelalterlichen Städte Europas, Hermannstadt – die Stadt der Türme - in Siebenbürgen.

 

Das 2007 zur Europäischen Kulturhauptstadt ernannte Sibiu wurde im Mittelalter von deutschen Siedlern gegründet und findet erstmalige im 12. Jahrhundert urkundliche Erwähnung. Sein deutscher Name, Hermannstadt, ist bis heute neben dem rumänischen auf allen Ortsschildern zu lesen. Auf der Lügenbrücke in Sibiu, welche die Neu- mit der Altstadt verbindet, bewundert Ioan Holender dieses architektonische Juwel mit Bauten aus der Zeit zwischen dem 14. und 19. Jahrhundert. Bei der Ernennung Hermannstadts zur Europäischen Kulturhauptstadt spielte das Theaterfestival in Sibiu eine wesentliche Rolle. Der Begründer und Festivaldirektor, Constantin Chiriac, offenbart Ioan Holender seine Entstehungsprämissen und das Geheimnis seines weltweiten Erfolges. Zu den prominentesten Teilnehmern des Theaterfestivals gehört das Neue Riga Theater und die Brodsky/Baryshnikov Productions mit einer Inszenierung von Alvis Hermanis. Mikhail Baryshnikov trägt in dieser Solovorstellung Gedichte des Nobelpreisträgers Joseph Brodski vor. Auf dem Walk of Fame der siebenbürgischen Stadt wurden neben rumänischen auch international berühmte Theaterpersönlichkeiten wie Alvis Hermanis, Peter Stein und Ohad Naharin, der mit seiner Batsheva Dance Company mitwirkte, verewigt. Die faszinierende Kunstgalerie, im ersten Museum Rumäniens beherbergt, und vom ehemaligen Gouverneur von Siebenbürgen Samuel von Brukenthal ins Leben gerufen, lässt sich Ioan Holender vom Museumdirektor persönlich zeigen. Besonders entzückt ist Ioan Holender vom Museum für traditionelle Volkskultur, eines der größten Freilichtmuseen Europas.
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