Das Mühlviertel ist immer noch auffallend ursprünglich – und genauso schmeckt es auch. Servus ist auf Genusstour gegangen.

Im Nordosten von Oberösterreichs Hauptstadt Linz erstreckt sich eine Region, die so ursprünglich ist, so unbehauen gleichsam, wie der in ihr heimische Granit: das Mühlviertler Kernland. 16 Gemeinden umfasst es, von denen die alte Braustadt Freistadt mit dem noch erhaltenen mittelalterlichen Stadtgraben und ihren knapp 8.000 Einwohnern die größte ist.

Reizvoll am Kernland ist vor allem die wunderbare Landschaft mit den sanften Hügeln zwischen der Donau im Süden und der Moldau im Norden, aber auch als Kulturland vermag es zu punkten: Renaissance, Gotik oder Barock – auf engstem Raum findet man in den Dörfern und Städten die unterschiedlichsten architektonischen Stile.

1. Wirtshaus Prammer: legendäre Mehlknödel

Wirtshaus Prammer (Foto: Philipp Horak)
Im Wirtshaus Pammer mit seiner fleckenviehartigen Fassade gibt es köstliche Hausmannskost (Foto: Philipp Horak).

Untergebracht in einem typischen Mühlviertler Steinbloßhaus findet sich ein wenig außerhalb von Freistadt ein Wirtshaus, das seit Generationen im Besitz der Familie Pammer ist und in dem, so erzählt’s die Legende, seit fast 300 Jahren Mehlknödel serviert werden. Natürlich nicht nur, aber die sind es wahrlich wert, gekostet (und in den Schweinsbratensaft eingetaucht) zu werden. Im Innenhof finden immer wieder kulturelle Veranstaltungen statt, und die einfachen Gästezimmer strahlen durchaus Romantik aus.

Wirtshaus Pammer
Guttenbrunn 3
4242 Hirschbach

Tel.: +43/7948/230
www.kulturwirtshaus.at

2. Forellen und ein traumhafter Ausblick

Oberhalb von Grünbach auf 900 Meter Seehöhe, inmitten nahezu unberührter Natur, speist man beim Forellenwirt Kastler nicht nur ausgezeichnet. Man bekommt hier auch einen herrlichen Ausblick auf das Mühlviertel serviert. Darüber hinaus kann man selbst angeln und, wenn es spät werden sollte, auch gleich ein Zimmer buchen und übernachten.

Forellenwirt Kastler
Mitterbach 6
4264 Grünbach

Tel.: +43/7942/728 04
www.forellenwirt.com

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3. Die besten Schnäpse eines Ausnahmekönners

Brennerei Dambachler (Foto: Philipp Horak)
Der junge Schnapsbrenner Florian Prückl feierte schon früh große Erfolge (Foto: Philipp Horak).

Florian Prückl gilt als eines der größten heimischen Talente auf dem Sektor der Brennkunst. Seine Schnäpse produziert er auf dem familieneigenen Dambachlerhof, wo sein Vater nebenher eindrucksvolle Kunstwerke aus Granit herstellt. Ein Besuch hier lohnt sich also in zweifacher Hinsicht: Man bekommt etwas fürs Auge und für den Gaumen.

Brennerei Dambachler
Neustadt 4
4293 Gutau

Tel.: +43/664/254 66 54
www.dambachler.at

4. Seltenen Blauschimmelkäse genießen

Biohof Abraham (Foto: Philipp Horak)
Auch wenn er aussieht wie ein normaler Edelschimmelkäse: Der „Blaue Abraham“ wird aus Schafmilch gemacht (Foto: Philipp Horak).

Der „Blaue Abraham“ ist ein Blauschimmelkäse. Allerdings kein gewöhnlicher, sondern einer vom Schaf, wie ihn nur wenige Produzenten in Österreich herstellen. Der seltene Genuss entsteht auf dem Biohof Abraham von Manuela und Ernst Freudenthaler auf 780 Meter Seehöhe. Zwischen April und November gibt es im Rahmen von Betriebsbesichtigungen erstaunliche Einblicke in die Hofkäserei, und wenn man sich hier einquartiert, kann man mit der Hausherrin auch noch Kränze und Heugestecke binden.

Biohof Abraham
Vorwald 5
4242 Hirschbach

Tel.: +43/720/98 11 70
www.urlaubambauernhof.at/abraham

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5. Zu Gast an einem Ort des Wohlfühlens

Egal ob Saft oder Most, beim Mostheurigen Pankrazhofer von Eva und Norbert Eder kommt man auf den (guten) Geschmack. Es ist ein Ort des Wohlfühlens, liegt der Hof doch inmitten eines ruhigen, 30 Hektar großen Areals, nur wenige Kilometer von Tragwein entfernt. Für all jene, die länger bleiben wollen, gibt’s zwei Ferienwohnungen.

Mostheuriger Pankrazhofer
Lugendorf 7
4284 Tragwein

Tel.: +43/7263/882 95
www.pankrazhofer.at

6. Ein feines Denkmal für das Färbergewerbe

Färbermuseum (Foto: Philipp Horak)
Im Färbermuseum erfährt man alles über den traditionellen Blaudruck (Foto: Philipp Horak).

Seit dem 17. Jahrhundert ist im Mühlviertel das Färberhandwerk angesiedelt – und das wohl schönste Denkmal hat man dem Färbergewerbe mit dem Museum in Gutau gesetzt. Bis 1968 ist das Gewerbe hier noch ausgeübt worden, seit 1982 gibt es das Museum mit Kesselraum, Küppe und Zimmer des Färbermeisters.

Färbermuseum
St. Leonharder Straße 3
4293 Gutau

Tel.: +43/676/685 49 83
www.gutau.at

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