Waldviertel

Büttenpapier-Lesezeichen

€ 9,00 (inkl. MwSt.)

Zwei Lesezeichen aus handgeschöpftem Büttenpapier, hergestellt aus reinen Baumwollstoffen, mit der Hand geschnitten, in einer historischen, über 200 Jahre alten Papiermühle verarbeitet, mit frischen Blüten verziert, gepresst und auf dem Dachboden des Familienunternehmens im Waldviertel getrocknet.

2er-Set: Kornblume und Nelke
Größe: 21,5 x 4,5 cm

 



Büttenpapier-Lesezeichen
Büttenpapier-Lesezeichen
Büttenpapier-Lesezeichen
Büttenpapier-Lesezeichen
Büttenpapier-Lesezeichen
Büttenpapier-Lesezeichen

FETZENWIRTSCHAFT

In der Papiermühle Mörzinger fliegen schon mal die Fetzen. Das gehört schließlich zum Beruf. Aber es geht dabei ganz friedlich zu. Fröhlich werden beim sogenannten „Fetzenballett“ von den Schwestern Eva und Margarethe Mörzinger die angelieferten Baumwollstoffe mit der Schere in kleine Stückchen geschnitten. Reine Baumwolle ist das Grundmaterial für das traditionelle Büttenpapier, und die Papiermühle Mörzinger ist europaweit die letzte, die wirklich Baumwollstoff zur Herstellung verwendet. Alle anderen machen es sich leicht und nehmen Zellulose.

HOLLÄNDER AM WERK

Einmal im Monat kommen 30 Kilo Baumwollfetzerln, sogenannte Hadern, mit 1.000 Liter Wasser und vier Liter Leim in den Holländer. Das ist eine Maschine, die mit einer Messerwalze den Stoff mit dem Wasser und dem Leim zu einem Faserbrei vermengt. Nach 40 Stunden ist der Brei fertig und wird in Bütten (großen Bottichen) mit Wasser vermischt, um dann zu den schmalen Lesezeichengeschöpft zu werden. Bevor das Papier gepresst wird, kommen die frischen Blumen auf die feuchte Masse. Liebevoll sucht Eva Mörzinger die Blüten aus und legt sie auf die Lesezeichen. Das Pressen drückt die Blumen dann in das Papier, und alles trocknet schließlich am Dachboden.

DIE PAPIERMACHER

In den 1960er-Jahren übernahm Franz Mörzinger die Mühle im Waldviertler Bad Großpertholz. Damals hatte die Mühle schon 180 Jahre auf dem Buckel. Der gelernte Maschinenschlosser brachte die alten Maschinen auf Vordermann und startete mit der Papierproduktion. Heute führt sein Sohn Siegfried mit Ehefrau Margarethe das Familienunternehmen.