Mittelburgenland

Blaudruck-Kissenhülle

€ 30,00

Blaudruck-Polsterbezug, in hundert Jahre alter Familien- Werkstatt im burgenländischen Steinberg-Dörfl mit traditionellen Modeln händisch bedruckt und nach alten Färbermethoden blaugefärbt. Geeignet für Kissen im 40 × 40-cm-Format; ohne Füllung.

Maße: 40 x 40 cm
Material: 100 % Baumwolle

 



Blaudruck-Kissenhülle
Blaudruck-Kissenhülle
Blaudruck-Kissenhülle
Blaudruck-Kissenhülle
Blaudruck-Kissenhülle

SPRACHLICHE SPUREN

Im Volksmund hat das Blaumachen ja immer etwas mit Faulenzen zu tun. Das kommt davon, dass die Blaudrucker einst zwischen den verschiedenen Arbeitsschritten immer wieder Pausen einlegen mussten – bei anderen Handwerkern war das freilich nicht gern gesehen, und so gerieten die Färber mit den indigoblauen Händen rasch in Verruf. Schaut man Joseph Koó im burgenländischen Steinberg über die Schulter, merkt man schnell, dass hier allen Vorurteilen zum Trotz fleißig gearbeitet wird. Dabei ist die Bezeichnung Blaudruck so ja eigentlich nicht richtig. Gedruckt werden nämlich die Muster, die später in strahlendem Weiß aus dem tiefblau eingefärbten Untergrund leuchten.

VON ANFANG AN, EIN LEBEN LANG

Joseph Koó ist in der knapp hundert Jahre alten Werkstatt, in der er heute noch arbeitet, aufgewachsen. Schon als Kind hat er zwischen den Farbbottichen gespielt. Gelernt hat er das Färben von seinem Vater. Ebenso wie das Handwerk und die alten Maschinen, die heute noch in vollem Einsatz sind, hat Joseph von ihm das streng gehütete Rezept für den sogenannten „Papp“ geerbt: jenen Brei, der per Handdruck und Model auf die Stoffe aufgetragen wird, um dort stellenweise das Blauwerden zu verhindern. Seine Zusammensetzung ist so geheim, dass es dazu nicht einmal schriftliche Aufzeichnungen gibt.

MIT VEREINTEN KRÄFTEN

Die blaue Kissenhülle entsteht in Gemeinschaftsarbeit mit einer Schneiderin aus dem Ort. Die Koós liefern den Rohstoff, der in der Schneiderwerkstatt zu seiner Form als Polsterüberzug findet. Genauso wie bei der Familie Koó legt man auch hier großen Wert auf liebevolle Handarbeit.

DIE BLAUMACHER

Joseph Koó und seine Partnerin Miriam führen den Familienbetrieb im beschaulichen Steinberg-Dörfl in dritter Generation. Als Josephs Großvater den Betrieb 1921 gründete, war das ehemals ungarische Dorf gerade erst ein Teil von Österreich geworden. Im Familiennamen sind die Wurzeln freilich bis heute zu finden.