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Brasiliens Dünenseen (2/5)


Jeder See ist ein einziges großes Lebewesen: Wasserquellen, die entstehen und verschwinden in einem stets wiederkehrenden, natürlichen Kreislauf. Die Gewässer scheinen leblos, doch es wimmelt darin nur so von mysteriösen Kreaturen. Der wahre Charakter der Seen offenbart sich nur jenen, die sich die Zeit nehmen, an ihren Ufern zu verweilen.

 

Im Nord-Osten Brasiliens, nicht weit vom Atlantik, befindet sich eine ausgedehnte Dünenlandschaft mit einer Reihe von Seen: Die „Lençóis Maranhenses“! In dieser Wüste fällt pro Jahr mehr Regen als in Schottland. Tausende Süßwasserseen formen sich in den Hohlräumen der Dünen und verwandeln die Wüste in einen tropischen Strand.
Das Wasser ermöglicht seltenen, aber widerstandsfähigen Tieren zu überleben. Doch nach dem Regen verschwindet das Wasser ebenso schnell wie es aufgetaucht ist. In der Dürrezeit dominiert wieder der Sand. Die Landschaft besteht aus einer einzigartigen Mischung aus Wasser, Sand und Wind und ist ein Ökosystem voller Geheimnisse.
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