Brauchtum: Was passiert in den Raunächten?


Die Zeit zwischen Heiligabend und Dreikönig ist auch die Zeit des Räucherns. Servus hat 4 Fakten zu diesem Brauch zusammengetragen.

Brauchtum: Was passiert in den Raunächten? 
In den Raunächten wir traditionell geräuchert.

Rund um den Jahreswechsel liegt der Duft von Weihrauch, Harzen und Kräutern in der Luft. Es ist die Zeit der Raunächte. Doch was genau versteht man darunter? Gemeinhin werden die Nächte zwischen dem Heiligen Abend und Dreikönig als Raunächte bezeichnet. Mancherorts beginnen sie aber auch schon am Thomastag, dem 21. Dezember, Sonn- und Festtage sind ausgenommen. Der Rest allerdings lässt sich nicht so eindeutig klären.

1. Wie viele Raunächte gibt es?

Die Zahl der mystischen Nächte kann je nach Region und Deutung zwischen drei, vier und zwölf variieren.

 2. Was passiert in diesen Nächten?

Auch hierauf gibt es keine einheitliche Antwort. Räucherexperte Hans Haider (von ihm stammt das Servus-Buch „Räuchern mit Kräutern und Harzen“) geht in drei Nächten gemeinsam mit seiner Familie räuchern: am 24.Dezember, zu Silvester und am 5. Jänner. Ihm geht es beim Räuchern vor allem darum, das alte Jahr mit einem Dank loszulassen und das neue mit Segenswünschen zu begrüßen. Die ganze Familie zieht dafür durch Haus und Stall – Haider geht mit der Räucherpfanne voran, gefolgt von seiner Frau und seinen Kinder, die Kräuter, Weihrauch und Weihwasser in den Händen halten. So geht es von Raum zu Raum und in der letzten Raunacht auch dreimal ums Heim. Schließlich hält man Hüte und Mützen über den Rauch, um sich im kommenden Jahr vor Kopfschmerzen zu schützen und betet hernach den Rosenkranz. So ist der Brauch und keiner darf fehlen, denn das würde Unglück bringen. Hans Haider geht es beim Räuchern vor allem darum, das alte Jahr mit einem Dank loszulassen und das neue mit Segenswünschen zu begrüßen.


3. Raunächte, Rauchnächte oder doch Rauhnächte?

Die Herkunft des Wortes Raunacht ist nicht klar. Nach der einen Meinung geht es auf das mittelhochdeutsche Wort „rûch“ für haarig zurück und bezieht sich auf raue, bockfüßige Dämonen, die in diesen Nächten ihr Unwesen treiben. Eine andere Herleitung geht vom Ritual des reinigenden Räucherns aus, das bereits die Kelten betrieben. Im Laufe der Zeit ging im Wort erst das „c“ verloren und durch die neue Rechtschreibreform auch der letzte Hinauf auf den Rauch das „h“. Im Pinzgau z.B. hat sich bis heute die Bezeichnung Rauchnächte gehalten.


4. Der Ursprung der Raunächte

Die Zeit des Räucherns zwischen den Feiertagen geht auf die Kelten zurück. Während das Mondjahr nur 354 Tage hat, zählt das Sonnenjahr 365. Die fehlenden 11 Tage beziehungsweise 12 Nächte wurden von den Kelten als „tote“ Tage außerhalb der Zeit eingeschoben und der Zeitunterschied damit ausgeglichen. Von solchen Tagen wird im Volksbrauchtum oft angenommen, dass die Gesetze der Natur aufgehoben seien und die Grenzen zu anderen Welten fielen.

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