Das Geheimnis der Bergkräuter: Südtirol - Von der Alm auf den Teller


Lukullischer Reiseführer zu Südtirols Bergkräutern und zu jenen Köchen, die sie kulinarisch veredeln.

 

„Wenn die Menschen das Unkraut nicht nur ausreißen, sondern einfach aufessen würden, wären sie es nicht nur los, sondern würden auch noch gesund,“ propagierte der Schweizer Kräuterpfarrer Johann Künzle schon im 19. Jahrhundert. Es ist erstaunlich, wie Bergkräuter mit ihrer scheinbaren Zerbrechlichkeit in der lebensfeindlichen Umgebung der Alpen zurechtkommen. Sie existieren hier, weil sie ausgefeilte Überlebensstrategien haben. Für die Küche sind die hochalpinen Bergkräuter besonders interessant, ist doch der Geschmack und die Wirkung bis zu fünf Mal höher als die, der kultivierten Kräuter im Tal.
In Südtirol ist das alte Wissen, wie man mit Kräutern kocht, wieder sehr lebendig. Die Nachfrage steigt, bei Touristen wie bei einheimischen Genießern. Da Bergkräuter auch noch gesund sind, wächst das Interesse ebenso, wie die Experimentierfreude von Pionierküchen im ganzen Land. Köchin und Ernährungsberaterin Anneres Ebenkofler leitet das Gourmet-Kräuterrestaurant Arcana im Ahrntal. Anneres’ Konzept ist einzigartig: auf den Tisch kommt was sie jeweils auf ihren Kräuterstreifzügen auf den Hochalmen und rund um ihr Heimatdorf Ahornach findet. Die Dokumentation besucht auch die beiden Bergkräuterexperten Siegi Platzer und seine Partnerin Dr. Traude Horvath aus Stilfs in Südtirols Westen. Traude führt den TeeSalon in Glurns. Hier verfeinert sie Smoothies, Cocktails und einfache Speisen mit frischen Bergkräutern, die Siegi morgens in den Bergen und in seinem hochgelegenen Biobergkräutergarten sammelt.
Das könnte Sie auch interessieren