Der Natronsee - Leben unter extremen Bedingungen


Seen sind lebende Organismen. Der Zyklus der Natur bestimmt, ob diese kostbaren Wasserreserven überdauern oder verschwinden. Auf den ersten Blick wirken sie ruhig. Und doch sind sie voller Leben.

 

Im östlichen Arm des Ostafrikanischen Grabens, im Herzen eines fruchtbaren Tals, liegt ein geheimnisvolles Gewässer, dessen Farbe je nach Jahreszeit von rot bis grün variiert: der Natronsee. Über dem von weißen Salzplatten bedeckten und vom Wind gepeitschten Wasser trohnt bedrohlich der aktive Vulkan Ol Doinyo Lengai . Es ist eine Landschaft wie von einem anderen Planeten. Trotz dieser scheinbar lebensfeindlichen Bedingungen birgt der See eine überraschende Artenvielfalt. Seine Ufer werden von einigen der bekanntesten Tiere Afrikas aufgesucht. Zahlreiche Spezies von Zugvögeln und Hunderttausende Zwergflamingos verbringen hier ihre Brutzeit. Sie verwandeln den Natronsee in den größten Nistplatz der Welt. Warum haben die Vögel sich ausgerechnet diesen Ort ausgesucht? Und aus welchem Grund leben in dem ungastlichen Wasser Fische, die nur an der Oberfläche des Sees atmen können? Der entlegene und schwer erreichbare afrikanische Wasserspeicher gibt immer noch Rätsel auf.
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