Der Tonle Sap - Das schlagende Herz von Kambodscha (4/5)


Jeder See ist ein einziges großes Lebewesen: Wasserquellen, die entstehen und verschwinden in einem stets wiederkehrenden, natürlichen Kreislauf. Die Gewässer scheinen leblos, doch es wimmelt darin nur so von mysteriösen Kreaturen. Der wahre Charakter der Seen offenbart sich nur jenen, die sich die Zeit nehmen, an ihren Ufern zu verweilen.

 

Der Rhythmus einer ganzen Nation folgt dem Kreislauf dieses Gewässers, des Tonle Sap. Im Herzen des Reichs der Khmer bildet dieser riesige See die größte Frischwasserreserve in ganz Südostasien. Der Name bedeutet „Großer Süßwasserfluss“. Der Tonle Sap ist die Heimat eines der größten Überschwemmungswälder der Welt und ist ein Schutzgebiet, in dem Zugvögel aus ganz Asien Halt machen. Kein anderer See in diesem Kontinent versorgt die Menschen so großzügig. Mehr als drei Millionen Kambodschaner leben von seinem reichhaltigen Fischbestand. Der Tonle Sap ist aber auch ein sehr wechselhafter See. Im Rhythmus der Jahreszeiten verschwindet das Wasser und kommt langsam wieder zurück.
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