Die große Verführung


Die Zukunft sieht düster aus für das kleine kanadische Fischerdorf Sainte-Marie-La-Mauderne. Schuld daran ist der miserablere Fischfang...

 

Die Existenz der Einwohner des kleinen kanadischen Fischerdorfs Sainte-Marie-La-Mauderne hängt am seidenen Faden. Die Ausbeute der Fischer wird von Fang zu Fang weniger, und wer nicht zur See fährt, ist arbeitslos. Doch einen Hoffnungsschimmer gibt es für Bürgermeister Germain. Eine Fabrik würde auf der Insel ansiedeln, allerdings nur, wenn es dort auch eine Arztpraxis gibt, und das über mindestens fünf Jahre. Germain kontaktiert sofort alle in Frage kommenden Mediziner der Provinz Quebec, doch ohne Erfolg. Zum seinem Glück wird jedoch der Schönheitschirurg Christopher wegen eines Vergehens nach Sainte-Marie-La-Mauderne strafversetzt. Damit der Arzt auch in den nächsten Jahren in ihrem Dorf bleibt, versuchen die Einwohner, Christophers Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten und ihm jeden Wunsch zu erfüllen. Um die Vorlieben des Arztes herauszufinden, wird sogar sein Telefon angezapft. Obwohl große Eishockey-Fans, liebt jeder im Ort plötzlich Cricket und Jazz wie Christopher, und mag „Bœuf Stroganoff“ statt Fisch. Christopher fühlt sich pudelwohl in Sainte-Marie-La-Mauderne. Bürgermeister Germains Plan scheint aufzugehen. Doch dann kommt es zu ersten Komplikationen.

Jean-François Pouliot machte sich als Werbefilmer einen Namen, bevor er mit „Die große Verführung“ einen der größten Kinoerfolge Kanadas herstellte. Das Drehbuch zu der liebenswerten Komödie voller Situationskomik und skurriler Figuren stammt von Ken Scott („Starbuck“). Pouliots Film wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Publikumspreis für den besten ausländischen Film auf dem renommierten Sundance Film Festival. Später wurde der Stoff als Hollywood-Produktion neu verfilmt, mit Brendan Gleeson in der Rolle des Dorf-Bürgermeisters („Die große Verführung – Lügen bis der Arzt kommt“).
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