Diese Herren klatschen uns was


Im Ausseerland wird Tradition hochgehalten. Erleben Sie die Straßner Pascher beim Musizieren.


In die Hände klatschen, das kann jeder. Doch man kann aus dem Klatschen eine Kunst machen. So wie die Straßner Pascher im Ausseerland. Seit Jahrzehnten kommen die fünf Herren in Bad Goisern zusammen. Willi Seebacher packt seine steirische Ziehharmonika aus und nun wird mit dem Musizieren begonnen. Das kraftvolle in die Händeklatschen, dazu das gesungene Gstanzl – eine Kombination die mitreißt. Von Generation zu Generation wird die Kunst des Poschens im Ausseerland weitergegeben. Das rhythmische Klatschen ist eine alte Tradition und ein Teil der Region. Und so fanden die Staßner Pascher ihren Weg in den Bildband „Zeitlos in Bewegung im Ausseerland“ von Armin Walcher.

Der Bildband geht einem Gefühl der Identität nach, dem das Beständige innewohnt und das zugleich stets in Bewegung ist. Im Ausseerland, dem geografischen Mittelpunkt Österreichs, traf Armin Walcher 30 „Ausseerlandler“ und zeigt so die Eigenheit und Buntheit der Region. Festgehalten in einer beeindruckenden Bildsprache: ehrlich und authentisch, offen und in sich ruhend wie die Menschen vor der Kamera.

Der Lebzelter

Hugo Rubenbauer und sein Lebkuchen
Hoch droben auf einem Plateau über Bad Aussee liegt die Backstube von Hugo Rubenbauer. Mit Blick auf die umliegende Bergwelt mit Dachstein, Loser, Sarstein und dem Toten Gebirge verarbeitet der 72-jährige mit seinen Mitarbeitern 20.000 Kilogramm Honig im Jahr. Daraus wird herrlicher Ausseer Lebkuchen. Handgemacht und mit einer über 400-jährigen Tradition, die der Bäcker jeden Tag mit Leib und Seele weiterträgt.


Der Narzissenpflücker

Othmar Schönmaier liebt seine Narzisse

48 Mal war er schon beim Ausseer Narzissenfest dabei. Othmar Schönmaier liebt seine Narzisse und das kunstvolle Stecken von Figuren für den Blumencorso am Altausseer See. Bis zu 300.000 Blüten werden in den Kunstwerken stecken. In Othmars letzter Figur – einer Taschenuhr – waren etwas weniger. Prächtig war sie trotzdem und der Stolz war groß. Und so wird er auch die nächsten Jahre auf den Wiesen im Ausseerland Narzissen pflücken und sie anschließend zu Figuren stecken.


Die traditionelle Flinserl

Ulrike Urban in ihrem Flinserl-Kostüm

Schon über 50 Jahre ist Ulrike Urban am Faschingsdienstag ein Flinserl in Bad Aussee. Ihr vererbtes Kostüm ist bereits über 150 Jahre im Einsatz und mehr als 500 Stunden Handarbeit stecken in dem kostbaren Leinenkostüm. Ulrike ist mit dem Brauchtum aufgewachsen und kann alle „Flinserl Sprücherl“ aus dem Stegreif.

Zeitlos in Bewegung




Ein Buch über das Ausseerland und seine Bewohner. Fotograf Armin Walcher hat seine Begegnungen mit 30 Ausseern in Bild und Text eingefangen. Der dicke Bildband steckt in einem hochwertigen Schuber. Erschienen im Benevento Verlag. Gleich hier bestellen.

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