Dienstag 19:15 im TV

Dithmarschen – An der Kohlküste


Kohlbauern stapfen bei der Ernte über Muscheln, ohne Amphibienbagger wäre Land unter. Die Soko-Schweinswal ist Umweltsündern auf der Spur.


In Dithmarschen werden die Menschen vom Meer auf Trab gehalten. Weite Teile dieser Küstenregion sind erst durch aufwändige Landgewinnung entstanden. Es würde dort „Land unter“ heißen ohne die Arbeitskolonne des Deich- und Hauptsielverbandes. Mit Mähboot und Amphibienbagger halten die Männer täglich gut 1.600 Kilometer Entwässerungskanäle und Wasserwege frei.
Die Dithmarscher sind erfinderisch: Alfred Urthel aus Friedrichskoog knackt die Krabbe. Mit seiner Krabbenpulmaschine schält er sie viermal schneller als flinke Finger.
Dithmarschen ist die Hochburg des Weißkohls. Der Kohl von Kai Block gedeiht besonders gut, denn seine Felder liegen direkt hinter dem Deich. Mit Schädlingen hat der Bauer keinen Ärger dank des feuchten Marschbodens und der stets kräftigen Brise. Es ist ein echter Meeresacker, unter den Gummistiefeln der Erntehelfer knirschen die Muscheln.
Axel Rohwedder muss sich sputen. Nur bei Hochwasser kann er mit seinem Boot die Vogelinsel Trischen anlaufen. Er versorgt die Vogelwartin Christin Kunze mit Proviant und allem, was die Einsiedlerin auf Zeit benötigt. Besonders wichtig: das gemeinsame Frühstück mit einem guten Schnack, denn Axel ist für „Frau Robinson“ ihr „Freitag“. Obwohl er immer sonnabends zu ihr kommt.
Nur 108 Meter Entfernung liegen zwischen Erfde-Bargen und Delve-Schwienhusen, aber dazwischen fließt die Eider. Jahrhundertelang wurden die Orte offiziell durch eine kleine Fähre verbunden, bis der Bau einer Brücke sie überflüssig machte. Aber nicht für die Dorfbewohner. Sie betreiben jetzt privat ihre Eiderfähre. Und Mona Hansen steht die große Fährschifferprüfung bevor: Längsfahrt! Es geht den Fluss hinauf in die nächste Stadt, unter den strengen Augen eines erfahrenen Fährmannes.
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