Europas Routen - Die Via Julia in Deutschland


Rund 85.000 Kilometer gepflasterte Wege durchzogen einst das Römerreich – verbanden Europa mit Kleinasien und dem Vorderen Orient. Jahrhunderte lang genutzt als Handelstrassen, Marschrouten und Nachrichtenpassagen – für Händler, Soldaten, Regierungsbeamte und kaiserliche Kuriere. Als das Imperium unterging, überdauerten die Trassen ihre Erbauer. Noch heute verläuft das gewaltige Straßennetz quer durch Europa und zeugt vom Reichtum alten Handwerks und der Vielfalt überlieferter Traditionen.

 

Die Via Julia ist eine alte Römerroute zwischen Günzburg (Guntia) und Salzburg (Iuvavum), heute gesäumt von Jesuskreuzen und Friedhöfen. Als Teil der Strecke von Lutetia (Paris) nach Konstantinopel, dem heutigen Istanbul, war sie die Hauptverbindung zwischen den Provinzen Raetien und Noricum.
Ihr Name Julia ist eine neuzeitliche Bezeichnung und existiert erst seit dem 19. Jahrhundert.
Auf der Via Julia liegt auch Augsburg - zwischen den Alpenflüssen Lech und Wertach. Aus dem Militärlager wuchs im Jahre 1 „Augusta Vindelicum“, Hauptstadt der neu gegründeten römischen Provinz Rätien. Der römische Kaiser Augustus gilt als Stadtgründer Augsburgs. Seine bronzene Figur auf dem Pfeiler des Augustusbrunnens im Herzen der Stadt zeugt davon. Ein Fenster in die Römische Zeit bietet in Salzburg der Residenzplatz, wo sich einst Metall- und Schmuckschmieden befanden. Hier pflegen die Salzburgerinnen ein Kleinod aus jüngerer Vergangenheit: Die Goldhaube. Fast in Vergessenheit geraten kümmern sich die Damen mit Leidenschaft um Tracht und Zierrat. Denn auch das Streben nach Schönheit ist zeitlos.
Filmemacher Jeremy J.P. Fekete begibt sich “on the road” auf Spurensuche. Über Autobahnen und Schotterstrassen. Mit dem nostalgischen Flair einer Reise der 1970er Jahre.
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