Pongau

Flachmann mit Federkiel-Stickerei

€ 380,00 (inkl. MwSt.)

Flachmann aus Edelstahl, in kleiner Pongauer Federkielwerkstätte mit Leder ummantelt und mit traditioneller Federkielstickerei verziert. Ein besonders schönes Unikat.

Größe: 9,5 × 13 × 2 cm

 



Flachmann mit Federkiel-Stickerei
Flachmann mit Federkiel-Stickerei
Flachmann mit Federkiel-Stickerei
Flachmann mit Federkiel-Stickerei
Flachmann mit Federkiel-Stickerei

Prachtvolle muster

Wenn echte Mannsbilder zu besonderen Anlässen die Tracht herausholen, darf ein prachtvoll mit Federkielstickerei verzierter Ledergürtel nicht fehlen. Ursprünglich von Fuhrleuten, Flößern und Viehhändlern als Geldgürtel verwendet, fand der sogenannte Ranzen mit Federkielstickerei bald in allen Schichten der Bevölkerung seine Anhänger. Großbauern ließen sich breite Gürtel verzieren und Handwerker wollten ihr Zunftzeichen verewigen lassen. Je größer der Ranzen, umso wertvoller war er und zeigte so die soziale Stellung des Trägers. Doch nicht nur Gürtel können mit der Federkielstickerei verziert werden. Wie zum Beipiel unser Flachmann im Ledermantel, der so zum perfekten Accessoire der Tracht wird.

Sticken ist Männersache

Die Federkielstickerei kann auf eine über 200 Jahre alte Tradition zurückblicken, und immer schon war das Sticken nichts für zarte Frauenhände, sondern Männerarbeit. Federkielsticken braucht sowohl Geschick als auch Kraft in den Fingern. Zunächst werden die Fäden aus den Oberschwanzfedern von Pfauen hergestellt. Dazu werden die Kiele in dünne Streifen gespalten. Vier bis zehn elastische Fädengewinnen die Sticker aus einem Kiel. Um das zuvor aufgezeichnete Muster auf dem Leder nachsticken zu können, muss mit einer Ahle Loch für Loch vorgestochen werden. Die beiden Salzburger Federkielsticker Walter Grübl und Herbert Klieber aus Eben sitzen dabei auf ­einem sogenannten Lederrössl, einem Hocker mit integrierter Einklemmvorrichtung für das Leder, und sticken die feinen Muster in die Lederstücke. Dabei sind sie hochkonzentriert, denn jeden noch so kleinen Fehler würde man sehen.

die federkielkünstler

Walter Grübl und Herbert Klieber haben es gut getroffen. Vor 26 Jahren eröffneten sie ihre Federkielwerkstätte in Salzburg. Zuvor hatten sie sich das traditionelle Handwerk selbst beigebracht, denn einen alten Meister aus der Zunft der Riemer, bei dem sie hätten lernen können, gab es nicht. Dass sie jeden Tag Freude an ihrer Arbeit haben, das merkt man an ihren Stickereien. Auf höchstem Niveau und mit viel Geduld führen sie das Handwerk aus und können so auch Ex-Skirennläufer wie Michael Walchhofer und Hermann Maier zu ihren Fans zählen.