Gernot Grömer im Interview: „Wissenschaft ist ein Abenteuer“


Gernot Grömer, Moderator des neuen Wissens-Magazins P.M. Wissen, weiß als Forscher und Analog-Astronaut aus erster Hand, wie spannend Wissenschaft sein kann.

Gernot Grömer im Interview: „Wissenschaft ist ein Abenteuer“

Er ist Analog-Astronaut, Gründer des Österreichischen Weltraumforums – und jetzt auch Moderator: Gernot Grömer präsentiert bei ServusTV das neue Wissens-Magazin P.M. Wissen. Dabei schaut er in Labore und Werkstätten, immer auf der Suche nach spannenden Geschichten und Phänomenen aus der Wissenschaft, und zeigt, wie durch sie gerade Zukunft entsteht. Wie tickt der Mann, der Wissenschaft als ein echtes Abenteuer betrachtet? Wir haben ihn vor dem Start seiner neuen Sendung zum Interview getroffen.

 

ServusTV: Für jemanden, der P.M. Wissen noch nicht kennt – wie würdest Du die Sendung in einem Satz beschreiben?

Gernot Grömer: P.M. Wissen ist spannende, neue Wissenschaft – verständlich und unterhaltsam aufbereitet. Ein TV-Magazin, in dem wir durch inhaltliche Qualität wissenschaftlich wirklich korrekt sein wollen. Und gleichzeitig alles so präsentieren, dass wirklich jeder sagen kann: Das ist cool, das ist verständlich. Die Leute sollen spüren, das ist das „Abenteuer“ Wissenschaft – in seiner ureigensten Form.

Kann denn Wissenschaft überhaupt abenteuerlich oder auch unterhaltsam sein?

Wissenschaft IST ein Abenteuer – denn im Endeffekt ist sie die Brücke zwischen dem, was wir glauben, was ist, und dem, was tatsächlich ist. Es ist die Möglichkeit, hinter den Hügel zu sehen und Dinge zu erleben und zu erforschen, die noch nie ein Mensch zuvor gesehen hat. So, wie wenn man als Kind zum ersten Mail eine Bibliothek betritt und dann anfängt, in Büchern zu schmökern. Und unsere Bibliothek ist eben die freie Natur (lacht).

Ist für Dich als gelernter Wissenschaftler der Schritt vor die Kamera eine Herausforderung?

Ein bisschen schon. Denn ich habe als Moderator nicht nur den Anspruch, alle Themen verständlich rüberzubringen, sondern dabei immer auch authentisch zu sein. All das kenne ich zwar schon aus der Wissenschafts-Kommunikation, aber vor der TV-Kamera ist natürlich absolute Perfektion gefragt. Denn wenn ich an einer Hochschule rede, darf ich mich zwischendurch auch mal versprechen. Aber im Fernsehen kommt das natürlich weniger gut an...

 

„Ich will, dass die Leute spüren: Wissenschaft ist Abenteuer.“

 

Hast Du Dich speziell auf Deinen Moderatoren-Job vorbereitet, „trainiert“ man das?

Ja, das trainiert man – vom Sprachtraining angefangen bis hin zur Fähigkeit, einen komplexen Gedanken in möglichst wenigen, klaren Sätzen zu formulieren. Das ist für einen Moderator meines Erachtens fast am Wichtigsten. Und ich merke schon jetzt, dass auch meine Studenten davon profitieren, wenn ich vor ihnen eine Vorlesung habe. Dass die Art und Weise, wie ich rede und eine Vorlesung halte, sich durch das Moderieren zum Positiven verändert hat.

Neben Deinem Engagement für P.M. Wissen bist Du ja weiterhin in der Forschung tätig. Wie bringst Du beides unter einen Hut?

Das lässt sich sehr gut verbinden, denn Wissenschafts-Kommunikation ist ja ein fixer Teil unserer Arbeit. Wir Forscher arbeiten letzten Endes mit Steuergeldern – also ist es uns auch ein großes Anliegen, das, was wir von der Gesellschaft bekommen, auch wieder in Form von Wissen zurückzugeben. Und das in Form einer Sendung wie P.M. Wissen tun zu können, ist schon die Königsklasse, würde ich sagen (lacht).

Apropos Königsklasse: P.M. Wissen wird ja in einem virtuellen Studio produziert, es kommt also neueste Technologie zum Einsatz. Wie fühlt sich das an, im Studio neben einer künstlichen Sonne zu moderieren oder inmitten eines virtuellen Tatorts zu stehen?

Am Anfang erfordert es schon ein bisschen Kopfarbeit, sich im Studio direkt vor sich einen rotierenden Planeten oder einen autonomen Mars-Roboter vorzustellen. Aber wenn man sich mal darauf eingelassen hat, ist das Bild im Kopf auch da. Und dann macht es keinen Unterschied, ob die Studiokulisse virtuell ist oder nicht – man ist dann in der Szenerie drin.

 

„Der Mensch, der zum ersten Mal den Mars betreten wird, ist schon geboren.“

 

Du bist ein sogenannter „Analog-Astronaut“. Was genau kann man sich darunter vorstellen?

Wir sind Forscher, die in Analogie zu zukünftigen Mars-Expeditionen, die in 20 oder 30 Jahren stattfinden werden, schon jetzt Technologien, Arbeitsabläufe, Instrumente entwickeln, um die wahrscheinlich größte Reise unserer Generation überhaupt zu ermöglichen. Ich gehe stark davon aus, dass derjenige Mensch, der zum ersten Mal einen Fuß auf den Roten Planeten setzen wird, schon jetzt geboren ist. Und vielleicht sogar P.M. Wissen schaut! Passend dazu werden wir in der Auftakt-Sendung am 4. Oktober einen spannenden Einblick geben, was wir bei unseren Simulationen in mars-ähnlichen Wüsten auf der Erde so alles machen. Ich kann schon jetzt verraten: Das ist ein richtig cooler Beitrag geworden.

Du bist für P.M. Wissen aber nicht nur als Moderator, sondern auch überall auf der Welt als Reporter im Einsatz. Klingt nach einem echten Traumjob...

Absolut, ja. Allerdings ist es kein Urlaub, sondern richtig harte Arbeit. Denn ich muss mich in die Themen, über die ich berichte, ja auch erstmal einarbeiten. Aber es ist natürlich ein Privileg, immer dort vor Ort zu sein, wo die spannenden Geschichten aus der Wissenschaft passieren – und den jeweiligen Protagonisten über die Schulter zu schauen und auf Augenhöhe mit ihnen sprechen zu können. Mehr Authentizität geht fast nicht. Und ich bin mir sicher, das wird der Zuschauer auch merken.

Wie findest Du sie eigentlich, diese spannenden Geschichten?

Dadurch, dass ich inzwischen 20 Jahre im wissenschaftlichen Bereich tätig bin, habe ich natürlich ein großes Netzwerk. Und über dieses Netzwerk kommen die Redaktion und ich immer wieder an Geschichten, die sonst nicht wirklich entdeckt werden. Und über die vor uns auch noch kein anderes Medium berichtet hat.

Was hast Du bei Deinen Drehs schon Spannendes, Lustiges, Skurriles erlebt – gibt es da eine besondere Anekdote?

Also da fällt mir spontan unser Dreh in London ein: Dort haben wir Menschen getroffen, die ein extrem gutes Gesichts-Gedächtnis haben – sogenannte „Super-Recognizer“. Und diese Gabe, dieses Talent dieser Menschen hautnah zu erleben, das war schon absolut faszinierend und ein echtes Erlebnis...

Abschließend: Am 4. Oktober geht’s mit P.M. Wissen los. Warum sollten die Zuschauer unbedingt einschalten?

Ich denke, der Claim der Sendung „Neugierig auf morgen“ sagt eigentlich schon alles. Wer wissen will, welche Technologien, Entwicklungen und Erkenntnisse unsere Welt in der Zukunft nachhaltig prägen werden, sollte sich ab sofort donnerstags um 20.15 Uhr lieber nichts anderes vornehmen!

Interview: Oliver Kluth


TV-Tipp: P.M. Wissen – ab 4. Oktober immer donnerstags um 20:15 Uhr bei ServusTV Österreich (ServusTV Deutschland: Ab 10. Oktober immer mittwochs um 21:15 Uhr).

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