Hausbesuch im Innviertel


Wie ein altes Gehöft mit viel Feingefühl zu neuem Leben erweckt und einer besonders gelungenen Kombination aus betagt und modern wurde.


Als die junge Familie das Gehöft aus dem Jahre 1742 im oberösterreichischem Innviertel entdeckte, war es alles andere als herzeigbar. Es war lange Zeit unbewohnt und daher ziemlich verfallen. Die Fenster waren teilweise zugenagelt, die Türen aus den Fünfzigerjahren nur behelfsmäßig eingesetzt und Heizung gab's natürlich auch keine. Nur der Dachboden war bereits ausgebaut gewesen – und zufälligerweise genau in dem Stil und mit jenen Materialien, die den neuen Hausherren gefallen. Die Bilder, wie das Haus aussehen sollte, wenn es fertig renoviert ist, kamen ihnen ganz schnell: „Wir wollten die Substanz erhalten, den Komfort der heutigen Zeit versteckt wirken lassen und alte Dinge neu interpretieren“, erklärt der Hausherr. „Außerdem sollte sich von unten nach oben ein Übergang vom Historischen ins Moderne vollziehen, ohne Bruchstellen zu schaffen.“

Leichter gesagt als getan. Aber mit den richtigen Handwerkern wurde aus der Vision nach eineinhalb Jahren Wirklichkeit. Erdgeschoß und erster Stock sind jetzt sehr gediegen und rustikal. Die Idee, hier dem Haus seine Ursprünglichkeit wiederzugeben, ist mehr als gelungen. Weiß gestrichenes Holz sorgt dafür, dass es trotz der niederen Räume hell ist. Wenn man über die Treppe in das Dachgeschoß, das heutige Atelier steigt, tut sich eine völlig andere, weit modernere Welt auf. „Wie haben das Gefühl, das alte Haus hat seine Freude mit uns und verzeiht uns den zeitgenössischen Wind, der manchmal durchweht“, so der Hausherr stolz.


Inspirierendes Atelier

Hausbesuch im Innviertel Im Atelier im Dachgeschoß herrscht warme Designatmosphäre. Hier spielt der Hausherr mit seinen Freunden auf. Für die schrägen Dachwände wurde eine spezielle Beton-Holz-Kombination gefunden.


Freundliches Vorzimmer

Hausbesuch im Innviertel Unter dem Terrakottaboden im Vorzimmer versteckt sich eine moderne Erdwärmeheizung. Holzdecke, Stiege und die Küchentür (li.) wurden weiß gestrichen, sie machen den Eingangsbereich hell und freundlich.


Gemütlicher Essplatz

Hausbesuch im Innviertel Die Essecke in der Küche ist schlicht, und trotzdem sehr gemütlich. Von hier aus hat man einen wunderschönen Blick in den Garten.


Eine Küche wie damals

Hausbesuch im Innviertel In der Küche steht noch ein alter Herd. Die Spüle daneben ist aus Untersberger Marmor und die Arbeitsplatte aus Bodenbrettern gefertigt.


Ein Spielzimmer für die Familie

Hausbesuch im Innviertel Die freigelegte – und mit der Hand geschliffene – Tuffwand gibt diesem Raum im Erdgeschoß behagliche Gemütlichkeit. Der alte Kamin spendet wohlige Wärme, wenn sich die Familie hier zum Spielen trifft.


Ein Schlafzimmer mit Gegensätzen

Hausbesuch im Innviertel Das handgemachte moderne Bett und der alte Fauteuil im Schlafzimmer wirken für sich, ergänzen einander aber auch. Der gräulich lasierte Holzboden und die passende Holzdecke verleihen dem Zimmer trotz kleiner Fenster mehr Helligkeit.


Elegantes Badezimmer

Hausbesuch im Innviertel Herzstück des Badezimmers ist eine nostalgische Badewanne. Den Betonboden hat der Hausherr selbst abgemischt und aufgetragen.


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