Hausbesuch in den Nockbergen


Hoch oben in den Kärntner Nockbergen hat sich eine Familie ein traumhaftes Wochenenddomizil geschaffen.


Mit einem wuchtigen Holztisch fing alles an. Er war ein Geburtstagsgeschenk und gleichzeitig die Initialzündung, sich einen langgehegten Wunsch zu erfüllen: ein kleines, feines Haus mit Charakter und Geschichte, in dem man den Alltag hinter sich lassen kann und das den Kindern einen Platz zum unbeschwerten Kindsein bietet.

In den Kärntner Nockbergen wurde die Familie fündig: Ein Haus aus dem 16. Jahrhundert sollte das neue Wochenenddomizil werden. Doch bis aus dem zugigen Gehöft, in dem es im Winter munter durch die Ritzen pfiff, ein gemütliches Heim wurde, gab es aber noch einiges zu tun. Wände wurden gedämmt und sandgestrahlt, Fenster rückgebaut, alte Türen aufgearbeitet und Fußböden neu verlegt. Aber: Alles wie neu zu machen wäre für die neuen Besitzer nie infrage gekommen. „Damit nimmt man einem Haus die Seele“, betont die Hausherrin.

So leben Alt und Neu hier ganz selbstverständlich zusammen. Moderne Wand- und Deckenleuchten stehen in spannendem Kontrast zu den traditionellen Kacheln des Holzofens, schiefergraue Fliesen im Bad, bunte Bilder an den Wänden und ein minimalistisches Zirbenbett im Schlafzimmer verhindern, dass das Haus zu museal wirkt. Sobald man durch die Tür kommt, vergisst man die Anstrengungen der Arbeitswoche. Alles ist hier entspannter, langsamer. Das ist kein Wunder, scheint der Familie in ihrem Domizil doch von früh bis spät die Sonne – und das nicht nur im übertragenen Sinn. Im Lauf des Tages gibt es immer ein Fenster in der Stube oder in der angeschlossenen Küche, durch das die Sonnenstrahlen ins Hausinnere fallen.


Gemütliche Kochstelle

Hausbesuch in den Nockbergen Blick von der Küche in die Stube. Am wuchtigen Holztisch finden viele hungrige Esser Platz. Die Familie bwirten gern Gäste.


Urige Stube

Hausbesuch in den Nockbergen Der alte Holztisch war zuerst da. Erst danach fand die Familie das Haus, in dem er ideal hinein passt.


Schöner Herrgottswinkel

Hausbesuch in den Nockbergen Wer heute in der Stube unterm Kruzifix sitzt, das einst in einem Ötztaler Bauernhof hing, spürt den alten und den neuen Geist des Hauses.


Familien-Backstube

Hausbesuch in den Nockbergen Die handbemalten Kacheln des Holzofens stammen aus Hallstatt. Im Advent werden hier Kekserl gebacken.


Zirben-Schlafzimmer

Hausbesuch in den Nockbergen Das Zirbenbett im Elternschlafzimmer ist neu, die Holzbalken dahinter sind mehr als 500 Jahre alt.


Wohlfühl-Bad

Hausbesuch in den Nockbergen Auch im Badezimmer gibt es einen gekonnten Mix aus Alt und Neu.


Lieblingsplatz

Hausbesuch in den Nockbergen Das „Gschal“ über dem Kachelofen ist der Lieblingsplatz der Kinder. An kalten Abenden wird hier gelesen und gespielt.


Gekonnt dekoriert

Hausbesuch in den Nockbergen Ein Spinnrad erinnert an das bäuerliche Erbe, die Natur rund ums Haus liefert die weitere Deko.


Wohlige Kachelofen-Wärme

Hausbesuch in den Nockbergen Im ersten Stock sorgt ein Kachelofen dafür, dass auch an kalten Wintertagen niemand frieren muss.


Bankerl vorm Haus

Hausbesuch in den Nockbergen Der schönste Platz unter der Sonne befindet sich gleich neben der Eingangstür.


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