Hundetafeln und Zetteldichter


Moderator David Groß begegnet einer Hobbymalerin im Waldtviertel und einem ungewöhnlichen Schriftsteller in Wien. Beide bieten ihre Werke über Kleinanzeigen an.


„Persönlich gestaltete Hundetafeln zu verkaufen“ - Diesem Inserat folgt David Groß nach Geras in Niederösterreich. Dort trifft er auf Renate Reinagl-Messmann, die handgemalte Tafeln mit Hunden und anderen Tiermotiven anfertigt. Als leidenschaftliche Hunde-Liebhaberin nimmt sie auch immer wieder Hunde aus Tierheimen zur Pflege auf. Auf die Idee mit den selbstgemalten Tafeln kam sie, weil es für einen ihrer Mischlingshunde keine geeignete Tafel zu kaufen gab. Ihre Werke tragen originelle Schriftzüge wie „Ich beschütze, was ich liebe“, „Lebender Klingelton“ und die Dialektvariante „Du kummst do net eini!“ Am Ende hat Renate noch extra ein kleines Überraschungs-Taferl für David vorbereitet.

„Je mehr wir an 2 Tagen das versäumte Leben nachzuholen versuchen, umso mehr lassen wir 5 Tage über uns verfügen.“ Dieser als Gedicht formulierten Kleinanzeige folgt David Groß nach Wien. Hinter dem Inserat verbirgt sich der Schriftsteller Helmut Seethaler, der sich als so genannter Zettelpoet einen Namen gemacht hat. Seit 45 Jahren schreibt Seethaler Gedichte auf Zettel, die er im öffentlichen Raum aufhängt. Das hat ihm neben Lob und Literaturpreisen auch einige Strafanzeigen wegen Sachbeschädigung eingebracht. David besucht den Zetteldichter in seiner Wiener Wohnung und begleitet ihn zu einer „Gedichtekleb-Aktion“ auf der Schwedenbrücke. Helmut Seethaler ist ein Dichter, der sich ganz seiner eigenwilligen Literaturform verschrieben hat und sich bewusst in seiner eigenen Welt „verzettelt“.
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