Traunviertel

Mollner Maultrommel

€ 12,00 (inkl. MwSt.)

Handgefertigte Maultrommel, im kleinen Familienbetrieb in Molln im Traunviertel nach alter Handwerkstradition aus Eisendraht gebogen, fein klingendes Zupfinstrument in schöner Geschenksverpackung, inklusive Spielanleitung.

Größe: 7,5 × 5,7 cm

 



Mollner Maultrommel
Mollner Maultrommel
Mollner Maultrommel
Mollner Maultrommel
Mollner Maultrommel
Mollner Maultrommel

Altes Handwerk

Molln und die Maultrommeln sind wie Pech und Schwefel: Sie gehören einfach zusammen. Seitdem die Mundharfen mit Marco Polo vor Jahrhunderten ihren Weg von Asien nach Europa gefunden haben, werden in der kleinen Ortschaft im oberösterreichischen Traunviertel die kleinsten aller Zupfinstrumente in Handarbeit hergestellt. Bis heute. Allerdings hat die Herstellerdichte in der ehemaligen Maultrommel-Hochburg deutlich abgenommen. Waren es 1812 noch 33 Mollner Manufakturen, sind heute nur noch drei davon übrig.

Übung macht den Meister

Eine davon ist die Familie Wimmer-Bades, die in zwölfter Generation Maultrommel-Maßarbeit leistet. Wer die Wimmer’schen Instrumente aus Eisendraht musikalisch beherrschen möchte, muss hartnäckig sein, sagt Franz Wimmer. Hat man aber einmal verstanden, wie genau das Zupfinstrument im Mund plaziert, die Zunge bewegt und die Feder gleichzeitig gezupft werden muss, ist einem der Erfolg sicher. Wegen ihrer Handlichkeit und der ganz eigenen süßen Klänge war die Mundharfe früher beim Fensterln ein echtes Ass im Ärmel der verliebten Burschen. Ihre Wirkung war zeitweise sogar so gefürchtet, dass die Kirche das Instrument öffentlich ächtete.

Der gute Ton

Wie sich der betörende Klang genau anhört, hängt nicht nur vom Resonanzraum – also Mund und Rachen des Spielers – ab, sondern auch davon, wie die Maultrommel gestimmt ist. War der Stimmvorgang früher gut gehütetes Familiengeheimnis und langwierige Prozedur, hat Franz Wimmer dafür heute Gott sei Dank Schablonen.

Späte Leidenschaft

Franz Wimmer, mit rüstigen 74 Jahren Seniorchef mit Leib und Seele, führt den kleinen Betrieb gemeinsam mit seiner Tochter Ilse. Er war einst der letzte Lehrbub seiner Zunft und hat das Handwerk ursprünglich aus reinem Gehorsam ergriffen, weil er der einzige Bub seiner Wimmer-Generation war. Nach und nach hat sich bei dem Oberösterreicher, der eigentlich Lehrer werden wollte, aber eine regelrechte Maultrommel-Leidenschaft entwickelt, die er mit seinen Produkten heute in die ganze Welt hinausträgt.