Red Bulls mit Bestschiessen zum ersten Saisonsieg


Dem EC Red Bull Salzburg gelang mit einem 9:0-Kantersieg über Fehervar AV19 ein wahrer Befreiungsschlag. Denn damit feierte das Team von Headcoach Greg Poss im fünften Saisonspiel den ersten Erfolg.


Beide Teams mussten auf einige Stützen verzichten, Salzburg auf die Langzeitverletzten Trattnig, Schiechl, Cijan und Herburger, die Ungarn auf Sarauer, Koger und Meland. Das Publikum in der Eisarena erwartete sich endlich Red Bulls in Normalform, und tatsächlich schienen sich Raffl & Co. den Frust der letzten Ligaspiele von der Seele zu schießen. Fehérvár war von Beginn an chancenlos, trat noch dazu sehr passiv auf und hatte den Gastgebern nach dem 0:3 nichts mehr entgegenzusetzen.

Den Bullen gelang vieles, was bisher überhaupt nicht funktionierte. Regner staubte zur Führung ab, als ein Powerplay gerade drei Sekunden verstrichen war, und Heinrich traf im Break drei Sekunden nach einer Salzburger Unterzahl – da hatte zuvor Michalek die größte Chance der Gäste durch Kuralt zunichte gemacht. Der dritte Treffer der Red Bulls durch Gazley, der einen missglückten Querpass der Fehervar-Verteidiger abfing und Goalie Carruth elegant verlud, war die frühe Entscheidung nach 15 Minuten.

Im zweiten Drittel jubelte der 21-jährige Ex-Akademie-Schüler Christof Wappis über sein erstes EBEL-Tor im zehnten Einsatz (seit voriger Saison) nach Idealpass von VanderVelde, Ersatz-Kapitän Raffl durchbrach dann seine Torsperre. Auch ein Timeout von Järvenpää nach dem 0:5 brachte den Gästen nichts, bei denen im Schlussdrittel Gyenes ins Tor kam. In der vorletzten Minute musste sich auch der Backup zwei Mal geschlagen geben. „Das war heute sicher nicht der stärkste Gegner, aber die Gespräche zwischen Trainern und Mannschaft in der vergangenen Woche haben offenbar genützt“, sagte der dreifache Torschütze Heinrich.