Reise nach Indien


Anfang der 1920er begeben sich die junge Adela und ihre Schwiegermutter Mrs. Moore nach Indien: Eine Reise, die sie nie vergessen werden.


So hatten sich die beiden Britinnen ihren Aufenthalt in Indien nicht vorgestellt. Statt Land und Leute kennenzulernen, leben die Frauen isoliert von ihrer Umwelt in der englischen Kolonie. Die Idee zur Reise nach Indien kam Anfang der 1920er-Jahre der jungen Adela (Judy Davis), um dort ihren Verlobten Ronny zu besuchen. In Adelas Begleitung befindet sich Mrs. Moore (Peggy Ashcroft), ihre zukünftige Schwiegermutter. Im Gegensatz zu seinen weiblichen Gästen scheint Ronny, der für die britische Regierung als Friedensrichter arbeitet, mit der Zwei-Klassen-Gesellschaft keine Probleme zu haben. Eines Tages lernt Mrs. Moore den aufgeschlossenen Lehrer Fielding kennen. Fielding schlägt Mrs. Moore und Adela vor, zusammen mit dem jungen indischen Arzt Dr. Aziz und dem brahmanischen Philosophen Godbole (Alec Guinness) einen Ausflug zu den geheimnisvollen Höhlen von Marabar zu unternehmen. Während der Besichtigung bleiben Aziz und Adela eine Zeitlang allein in den dunklen Höhlen zurück. Als Mrs. Moore ihre junge Freundin in aufgelöstem, verwirrten Zustand wiedersieht, ahnt sie, dass etwas Furchtbares vorgefallen sein muss. Wenig später wird Dr. Aziz verhaftet.

Nach einer 14-Jährigen Auszeit entschloss sich der mehrfach Oscar-preisgekrönte Regisseur David Lean („Die Brücke am Kwai“, „Doktor Schiwago“), seine lange Karriere mit der Verfilmung eines Romans von E.M. Forster abzuschließen. Das bildgewaltige Drama „Reise nach Indien“ spielt zu einem Zeitpunkt, als die Arroganz und der Rassismus der britischen Kolonialherren erste Widerstandsbewegungen in der indischen Bevölkerung hervorriefen. Judy Davis interpretiert die junge Adela, Alec Guinness spielt Professor Godbole. Peggy Ashcroft (Beste Nebendarstellerin) und Maurice Jarre (Filmmusik) bekamen für ihre Leistungen einen Oscar.
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