Salzburg liegt nie voran, gewinnt aber nach Overtime


Der EC Red Bull Salzburg hat seinen Erfolgslauf in der Erste Bank Eishockey Liga fortgesetzt. Der Vizemeister schlägt die Moser Medical Graz 99ers mit 5:4 nach Overtime und bleibt Achter in der Tabelle. Salzburger, für das Alexander Rauchenwald den entscheidenden Treffer machte, lag das gesamte Spiel hindruch nie in Führung. Graz bleibt trotz der Niederlage Zweiter.


Die Red Bulls rotierten wieder die Torhüter, Steve Michalek lief auf, bei den 99ers Thomas Höneckl. Im ersten Drittel waren die Gäste die aktivere Mannschaft mit mehr Anteilen und großen Chancen von Grafenthin (2.) und Yellow-Horn (11.). Bei Salzburg hatten Raffl/Duncan bei einer Doppelchance (2.) und Pallestrang (9.) Pech. Ein Schuss von Oberkofler, der Michalek durch die Beine rutschte, brachte die Grazer Führung (14.), die in den Schlussminuten des Abschnitts bei vier Minuten Powerplay für die Gastgeber gefährdet war, aber trotz guter Kombinationen der Bullen hielt.

Rauchenwald sorgte gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts in Unterzahl für den Ausgleich. Anschließend hatte Salzburg gute Chancen, aber es saß der Schuss von Caito im Gegenzug – 1:2. Hamilton erhöhte sogar auf 3:1 aus Sicht der Grazer. Die Gastgeber agierten in der Defensive fehlerhaft, während die Grazer sehr kompakt standen und auch körperbetont spielten. Salzburg war im Angriff zerfahren und ideenlos.

Das Schlussdrittel wurde turbulent. Graz, völlig in die Defensive gedrängt, verteidigte ambitioniert, musste dennoch den Ausgleich hinnehmen: Doppelschlag von Gazley und Hughes innerhalb von 32 Sekunden – 3:3. Mit dem ersten Torschuss im Drittel gelang den 99ers durch Ograjensek neuerlich die Führung, doch nun rannten die Bullen an und erzwangen durch Raymond in Überzahl wiederum den Ausgleich – Overtime. Da hatte zunächst Raffl die Chance zur Entscheidung, Höneckl hielt aber (64.). 51 Sekunden vor dem Ende traf Rauchenwald zum Salzburger Sieg.