Stille Nacht, Heilige Nacht: Mythos und Geschichte des berühmtesten Friedensliedes


Erfahren Sie hier, wie eines der berühmtesten Lieder der Welt entstand.

Stille Nacht, Heilige Nacht: Mythos und Geschichte des berühmtesten Friedensliedes Die Erfolgsgeschichte des Liedes und die Lebensumstände der beiden Schöpfer Joseph Mohr und Franz Xaver Gruber erzählt die Landesausstellung „200 Jahre Stille Nacht! Heilige Nacht!“.

Joseph Mohr wurde am 11. Dezember 1792 als uneheliches Kind in ärmsten Verhältnissen in Salzburg geboren. Seine ersten Eindrücke des Lebens gewann Joseph Mohr in der Stadt Salzburg – bei seiner Taufe im Dom zu Salzburg hat noch niemand gewusst, wie sehr er die Welt über 200 Jahre Jahre prägen wird. Heute setzt sich die Sonderausstellung „Geschichte. Botschaft. Gegenwart“ mit faszinierenden Aspekten des Mythos „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ auseinander.

Gemäß - den sechs Liedstrophen entsprechend – ist die Ausstellung in sechs Themen unterteilt: Von der Entstehungsgeschichte über die Lebenswege der Schöpfer Joseph Mohr und Franz Xaver Gruber bis hin zur Überlieferung und Verbreitung des Liedes und seiner politischen und kommerziellen Instrumentalisierung.


Wo alles begann

In Oberndorf nahm die Geschichte des berühmtesten Weihnachtsliedes der Welt seinen Lauf. Auf ihren Spuren wandeln die Besucher im Stille-Nacht-Bezirk mit Gedächtniskapelle, Museum und spannendem Stelenweg.

Im Stille-Nacht-Museum stehen natürlich die Erstaufführung des Liedes und der sozialhistorische Kontext, in dem es entstanden ist, im Mittelpunkt. Dort, wo sich bis Anfang des 20. Jahrhunderts die Kirche befand, erinnert heute die Stille-Nacht-Kapelle an diesen historischen Moment der Erstaufführung.


Schullehrer in Arnsdorf

Im ältesten Schulhaus Österreichs hat Franz Xaver Gruber die Melodie zu „Stille Nacht! Heilig Nacht!“ komponiert. Auf diesem Schauplatz kann man sich zwischen originalem Inventar in den Schöpfungsmoment seines Werkes von vor 200 Jahren hineinfühlen. Arnsdorf war die erste Stelle des jungen Lehrers, der bald nach seinem Dienstantritt die Witwe seines Vorgängers heiratete. Nach dem Tod seiner ersten Frau 1825 nahm er seine ehemalige Schülerin, Maria Breitfuß, zur Frau. Ab 1816 versah Gruber zusätzlich den Organistendienst in der neu entstandenen Pfarre Oberndorf. Dort traf er mit Joseph Mohr zusammen, der ihm sein Gedicht „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ zum Vertonen gab.

Im Stille Nacht Museum, wo Franz Xaver Gruber von 1807 bis 1829 als Lehrer, Mesner und Organist tätig war, wird der Lehreralltag im 19. Jahrhundert lebendig. Begleitend zur Ausstellung werden Vermittlungsprogramme rund um die Frage „Wie war das damals, Herr Lehrer?“ gemeinsam mit der Theatergruppe Holzhausen angeboten.

1 Ticket, 9 Orte: Tauchen Sie ein, in die 200-jährige Geschichte des Liedes Stille Nacht. 1 Ticket, 9 Orte: Tauchen Sie ein, in die 200-jährige Geschichte des Liedes Stille Nacht.


Mohr-Gitarre in Hallein

Fast 30 Jahre lang hat Franz Xaver Gruber den Chor in Hallein geleitet und als Organist unterstützt. Wie er hier gelebt hat, zeigt das neu gestaltete und umgebaute Stille-Nacht-Museum mit einigen wertvollen Relikten in seinem ehemaligen Wohnhaus.

Das Museum widmet sich dem Lebenswerk und dem Nachlass Grubers: Franz Xaver Gruber lebte bis zu seinem Tod am 7. Juni 1863 mit seiner Familie in der Salinenstadt als Chorregent, Organist der Stadtpfarrkirche und Stiftungsverwalter. In Hallein komponierte er zahlreiche Werke, unter anderem die „Halleiner Fassung“ von „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ und über 90 Messen. Die von ihm und seinem Sohn Franz gegründete „Halleiner Liedertafel 1849“ besteht bis heute. Hier schrieb er 1854 auch die „Authentische Veranlassung“, in der er die Entstehungsgeschichte des Liedes schildert.

Zu sehen sind die Stille-Nacht-Autographen II, IV und V, die Authentische Veranlassung, Grubers Tagebuch, seine Musikinstrumente, Briefe, Porträts sowie Mohrs Gitarre.

Darüber hinaus gibt es auch zahlreiche Originalschauplätze in der Stadt, darunter die renovierte Gruber-Orgel in der Stadtpfarrkirche, zu sehen.


Ein Alltag in Armut in Hintersee

In der kleinen Gemeinde zwischen Bergen und Wäldern lebte und arbeitete Joseph Mohr fast zehn Jahre lang. Vom harten und kargen Leben eines Seelsorgers in einem kleinen Bauerndorf erzählt der Joseph-Mohr-Gedenkweg. Der junge Priester zog im Dezember 1827 in das Dorf mit damals 272 Einwohnern. Obwohl die Stelle in Hintersee sehr schlecht bezahlt war, versuchte er dennoch die sehr arme Bevölkerung auf vielfältige Weise zu unterstützen. Außerdem nahm er sich besonders der Schulbildung der Kinder an.

1834 leitete man gegen Mohr eine Untersuchung wegen nachlässiger Erfüllung der Berufspflichten ein. Die Anschuldigungen erwiesen sich als nicht gerechtfertigt und Mohr wurde rehabilitiert. Er verließ Hintersee und übersiedelte 1837 nach Wagrain, seiner letzten Lebensstation.


Letzte Lebensstation-Wagrain

Von 1837 bis zu seinem Tod am 4. Dezember 1848 kümmerte sich Joseph Mohr um Kirche und Seelsorge, Armenfürsorge und Schulwesen. Seiner Initiative verdankte Wagrain den Bau eines Schulhauses, das bereits im November 1838 eingeweiht werden konnte.

Was hat ihn dazu bewogen, den einfachen und doch so bedeutenden Text zu „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ zu schreiben? Die moderne Ausstellung im Pflegerschlössl beleuchtet die Worte der Liedstrophen und findet die Ursachen seiner großen Bedeutung in so vielen Versionen in den Ländern dieser Erde.

Die Sonderschau „Über den Tellerrand geschaut – kulinarische Stille Nacht (in Europa)“ wartet mit den jeweils typischen Weihnachtsgerichten europäischer Länder auf. Eine Auswahl gedeckter Tafeln, anschauliche Bildbeispiele von weihnachtlichen Speisen sowie traditionelle und aktuelle Gestaltungselemente am Tisch bzw. im Haus geben einen Einblick in die weihnachtlich-festliche Essens- und Weihnachtsschmuckkultur in Europa.


Entstehungsort des Textes-Mariapfarr

Joseph Mohr hat hier den Text 1816 für „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ verfasst. Für den damals erst 24-jährigen Jungpriester war es die erste offizielle Dienststelle, die ihn in diesen überregional bedeutsamen Wallfahrtsort und gleichzeitig in den Geburtsort seines Vaters führte. Das Altarbild der Wallfahrtskirche mit der Darstellung der Heiligen Familie mag ihn zu seinem Gedicht inspiriert haben.

Das aus Anlass des Jubiläums neu gestaltete und erweiterte Pfarr-, Wallfahrts- und Stille Nacht Museum zeigt das Thema „Wallfahrt“ und den Zusammenhang zum Lied in verschiedenen Facetten. Ob die Menschen im Jahr 1816 auch schon nach Mariapfarr gepilgert sind? Heute zeigt eine innovative Ausstellung in der Lungauer Urpfarre das Mysterium Wallfahrt und die Wege der Pilger.


Kindheit in Hochburg

Franz Xaver Gruber wurde am 25. November 1787 in Hochburg-Ach (OÖ) geboren. Seine Kinder- und Jugendjahre verbrachte er in dieser Stadt am Grenzfluss. Gleich neben der spätgotischen Pfarrkirche steht heute das „Franz Xaver Gruber Gedächtnishaus“, das im Alter, in der Bauweise und Größe und vor allem im Aussehen dem Geburtshaus ganz ähnlich ist und in die Jugendjahre des Webersohnes entführt. Welche Erlebnisse ihn geprägt haben, zeigt eine eigene Ausstellung.

An diese angeschlossen ist der Friedensweg, der sich der tiefen Botschaft des einfachen Liedes widmet. Fünf jeweils drei Meter hohe Bronzeskulpturen, die Engelsflügel darstellen, tragen das Lied „Stille Nacht“ in alle fünf Kontinente der Erde hinaus.


Die Noten im Rucksack-Fügen

Die Klänge aus dem Alpenland reisen um die Welt und das schon mindestens seit 200 Jahren. Anhand von „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ zeigt das Barockschloss Fügen die internationalen Wege heimischer Musik. Wer hier den Takt angibt und wie die heimischen Kompositionen den Weltmarkt verändern bringt diese Sonderschau ans Tageslicht.

Vermutlich fanden die Noten des Liedes „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ im Gepäck des Orgelbaumeisters Carl Mauracher den Weg von Oberndorf nach Fügen ins Tiroler Zillertal. Es waren jedenfalls Tiroler Wanderhändler, Spaßmacher, Tänzer und Sängerfamilien – vorwiegend aus dem Zillertal –, die das einfache Volkslied „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ und zahlreiche weitere Lieder und alpine Kultur in die USA und bis St. Petersburg getragen haben.
Das könnte Sie auch interessieren




Mehr entdecken
Rucksack aus Segelleinen
€ 95,00
Jetzt LIVE

Rucksack aus Segelleinen

Ein treuer Begleiter für die nächste Wanderung.

Feitl aus Hirschhorn
€ 40,00 beliebt
Jetzt LIVE

Feitl aus Hirschhorn

Ein ziemlich schneidiges Taschenmesser aus dem Traunviertel.

Schon mal Ha(ar)ferflocken probiert?
Jetzt LIVE

Hafer fürs Haar

Wie man aus den hellen Flocken ganz leicht eine Naturhaarkur macht.

Neuer Glanz für stumpfes Haar
Jetzt LIVE

Glanz für stumpfes Haar

Wie man aus Kürbissaft eine Haarspülung herstellt, die es in sich hat.

Körperpeeling mit Kürbis
Jetzt LIVE

Jetzt duschen wir mit Kürbis

Warum sie das Gemüse unbedingt mit in die Dusche nehmen sollten.

Lavendel-Handcreme zum Selbermachen
Jetzt LIVE

Zarte Lavendel-Handcreme

Wohltuende Pflege mit zartem Duft für weiche Hände.

Ein Schluck Bier für fettige Haut
Jetzt LIVE

Ein Schluck Bier für die Haut

Fettige Haut? Da kann eine Maske mit Bier helfen. Zum Rezept.

So strahlt die Mähne auch im Sommer
Jetzt LIVE

Glänzendes Haar im Sommer

Wenn die Sonne die Haare angegriffen hat, braucht es Extrapflege.

5 Bier-Produkte, die keinen Schwips verursachen
Jetzt LIVE

5 Dinge für echte Bier-Fans

Bier ist nicht nur im Glas ein Genuss, es tut auch Haaren & Nase gut.

5 Kräutersalben für mehr Wohlbefinden
Jetzt LIVE

5 Kräutersalben

Bei Vollmond zubereitet, wirken diese Salben noch besser.

Alleskönner Kaffeesatz: 7 Tipps für Haushalt und Schönheit
Jetzt LIVE

Alleskönner Kaffeesatz

7 Tipps, wie man ihn in Haushalt, Garten und Schönheit einsetzen kann.

So wird man Pigmentflecken ganz natürlich los
Jetzt LIVE

Was bei Pigmentflecken hilft

Mit diesen natürlichen Zutaten verblassen die unbeliebten Flecken.

So einfach stellt man Lavendelöl her
Jetzt LIVE

Lavendelöl selbst herstellen

Für Massage und Fußbad oder als Mottenschreck: So einfach geht's.

Warum Sie jetzt Lindenblüten sammeln sollten
Jetzt LIVE

Jetzt Lindenblüten sammeln

Warum uns die Linde so gut tut und wie wir sie verwenden können.

5 Wohlfühlprodukte mit Rosen
Jetzt LIVE

5 Wohlfühlprodukte mit Rosen

Lassen Sie die anmutigen Blumen in Ihr Zuhause einziehen.

Warum wir im Frühling besonders anfällig für Sonnenbrand sind
Jetzt LIVE

Achtung, Sonnenbrand-Gefahr!

Warum wir im Frühling besonders anfällig für einen Sonnenbrand sind

Schöne Haut: Geheimwaffe Erdbeeren
Jetzt LIVE

Schön dank Erdbeeren

So bringen die kleinen Früchte die Haut zum Strahlen.

Achtung, selbst gemachtes Shampoo nicht für jeden geeignet!
Jetzt LIVE

Shampoo selber machen

Vor allem Essigspülungen tun nicht allen Haartypen gut.

Hochzeitsparfum selbst machen
Jetzt LIVE

Hochzeitsduft selbst machen

Mit diesem Geschenk bereiten Sie der Braut besondere Freude.

Mandelöl selbst herstellen
Jetzt LIVE

Mandelöl selbst herstellen

In 5 Schritten zum hausgemachten Schönheitsöl.

Drei steirische Schönmacher
Jetzt LIVE

Drei steirische Schönmacher

Käferbohnen & Co. sind so gesund, dass sie sogar schön machen.

Hautpflege mit Kürbiskernöl
Jetzt LIVE

Hautpflege mit Kürbiskernöl

Das flüssige Gold zieht jetzt ins Badezimmer ein.

Trinkmoor
€ 14,00
Jetzt LIVE

Trinkmoor

Länger eingenommen, kann er basisch und regulierend wirken.

Kräutercreme mit Heil-Moor
€ 14,00
Jetzt LIVE

Kräutercreme mit Heil-Moor

Wohltuende Pflegesalbe mit der Kraft von Kräutern und Moor.

Gesichtscreme-Set
€ 33,00
Jetzt LIVE

Gesichtscreme-Set

Gesichtscreme-Set zum Selbermachen. Ganz ohne Konservierungsmittel.

Grüne Kosmetik zum Selbermachen: Kälteschutz für die Haut
Jetzt LIVE

Kälteschutz für die Haut

Eine selbst gemachte Salbe für winterraue Haut.

Kosmetik-Wissen: pflegende Hautöle, Teil 2
Jetzt LIVE

Pflegende Hautöle, Teil 2

Wie man gute Qualität beim Kauf von Hautpflege-Ölen erkennt.

Grüne Kosmetik zum Selbermachen: Milchkaffee-Shampoo
Jetzt LIVE

Milchkaffee-Shampoo

Für gut durchblutete Kopfhaut und glänzende Haare.

7 Gründe, täglich Leinsamen zu essen
Jetzt LIVE

7 Gründe, Leinsamen zu essen

7 Gründe, täglich einen Löffel Leinsamen zu essen.

Räucherwerk „Erkältung“
€ 12,90
Jetzt LIVE

Räucherwerk „Erkältung“

Räuchermischungen aus schwarzem Holunder, Lindenblüte und Weidenrinde.

Räucherwerk „Tut gut bei Allergien“
€ 12,90
Jetzt LIVE

Räucherwerk „Tut gut bei Allergien“

Räuchermischungen aus Käsepappel, Johannisbeerknospen und Brennnessel.

Räucherwerk „Immunsystem“
€ 12,90
Jetzt LIVE

Räucherwerk „Immunsystem“

Räuchermischung aus Schwarzem Holunder, Ringelblume u.a.

Grüne Kosmetik zum Selbermachen: 5 natürliche Haut-Peelings
Jetzt LIVE

5 natürliche Peelings

Sanfte Rubbelkuren für die Haut mit Kaffee, Kräutern, Honig und mehr.

Naturkosmetik-Mythen: Salz- und Zuckerpeelings
Jetzt LIVE

Kosmetik-Mythen: Peelings

Wann sind Salz und Zucker eine gute Idee – und wann nicht?

Grüne Kosmetik zum Selbermachen: Lippenbalsam mit Kürbis
Jetzt LIVE

Lippenpflege mit Kürbis

So stellen Sie einen Lippenbalsam aus rein natürlichen Zutaten her.

Grüne Kosmetik zum Selbermachen: Quitten-Hautspray
Jetzt LIVE

Pflegendes Quitten-Hautspray

Ein Hautberuhiger aus rein natürlichen Zutaten zum Selbermachen.

Wärmende Fußsalbe mit Ingwer zu Selbermachen
Jetzt LIVE

Wärmende Fußsalbe

Zum Selbermachen: Fußbutter mit durchblutungsfördernden Gewürzen.

Grüne Kosmetik zum Selbermachen: Winter-Parfüm
Jetzt LIVE

Natürliches Winter-Parfüm

Eine herrliche Mischung aus Kardamom, Vanille und Steinklee.

Grüne Kosmetik zum Selbermachen: heilende Ringelblumensalbe
Jetzt LIVE

Heilende Ringelblumensalbe

Die Notfallapotheke aus dem Garten von Naturpädagogin Gabriela Nedoma.

Naturapotheken-Box Pflanzen
€ 26,00
Jetzt LIVE

Naturapotheken-Box Pflanzen

Sie heilt und sie pflegt: Die Kraft der Heilpflanzen in einer Box.