Tradition und Aufbruch


Könige und Königinnen sind in Afrika heilig, sie werden angebetet und regieren noch immer viele der insgesamt 1,3 Milliarden Menschen auf dem Kontinent. Ein Filmteam um den österreichischen Kunsthistoriker und Fotografen Alfred Weidinger reiste durch Afrika, um die teils uralten Rituale der afrikanischen Könige festzuhalten. In atemberaubenden Bildern gibt die dreiteilige Dokumentation Einblicke in eine fantastisch-fremde Welt, die in nur wenigen Jahren schon Geschichte sein könnte.

 

Die erste Folge führt in den Osten von Mali, wo es noch Könige gibt. Hier lebt die kleine Volksgruppe der Dogon, die von den sogenannten Hogons regiert werden. Auch wenn der Einfluss des Islams den Einfluss dieser Könige immer stärker beschneidet, so sind die Hogons für viele Dörfer noch immer spirituelle Führer.
Im Gegensatz zu Mali hat der Islam im vom Terror gebeutelten Land Niger eine lange Tradition. In der Kleinstadt Dosso sind Sultane die traditionellen Herrscher. Einer dieser Sultane erklärt sich bereit, porträtiert zu werden. Weitere Station ist die Volksgruppe der Azna in Lougou (Niger). Die heilige Führerin Aldjima Gado darf ihr Gesicht nicht zeigen und wurde auch noch nie fotografiert. Nach längeren Verhandlungen gelingt es dennoch ein Porträt der Heiligen zu machen.
Anschließend geht es für das Team um Alfred Weidinger in die Wüste Tenéré, wo jedes Jahr ein buntes Fest mit tausenden Menschen gefeiert wird, bei dem sich Männer in einer Art „Brautschau“ präsentieren. Ein beeindruckend farbenprächtiges Spektakel, das bisher nur selten von einem Film-Team gedreht werden konnte.
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